Ambrosius und der Kreis christlicher Intellektueller
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| Augustinus und Monnica lauschen Ambrosius J. v. Scorel, 1520 |
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Augustin begegnete in Mailand dem Christentum in der imponierenden Gestalt des Bischofs Ambrosius. Er begann dessen sonntägliche Gottesdienste zu besuchen, zunächst freilich nur "um zu prüfen, ob dessen Redekunst mit ihrem Ruf in Einklang stünde" (conf. 5,13). Der Prediger entnahm das theoretisch-weltanschauliche Gerüst seiner Darlegungen nicht nur der Bibel, sondern auch der neuplatonischen Philosophie, so daß Augustin die biblische Theologie wahrscheinlich schon im Kontext platonischen Denkens kennenlernte. Hinzu kommt, daß er in Mailand Kontakte auch zu einem Kreis christlicher Intellektueller geknüpft hatte. Von einem solchen wurden ihm die Schriften Plotins in die Hände gespielt (conf. 7,9; 8,2). Die Schriften der Neuplatoniker Augustin verdankte der Lektüre dieser Schriften die Einsicht in die Immaterialität des geistig Seienden und damit zugleich die Überwindung des manichäischen Dualismus. Er begriff die raum- und zeitlose Natur Gottes sowie die ordnende
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| Augustinus kommt nach Rom und lehrt dort als Professor O. Nelli (1375-1444/50) |
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und strukturierende Macht des Geistigen in der materiellen Welt. Hand in Hand mit solchen Klärungen philosophisch-weltanschaulicher Fragen ging eine Annäherung an die christliche Offenbarungslehre. Augustin verglich seine durch den Neuplatonismus gewonnenen Einsichten mit der Bibel. Er stellte dabei Gemeinsamkeiten - freilich auch Unterschiede - fest (conf. 7,9). Die Gemeinsamkeiten scheinen jedoch hingereicht zu haben, um ihn vom intellegiblen Charakter der christlichen Offenbarungslehre ein für allemal überzeugt zu haben.
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