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Weihnachtsbrief 2004
des Vorsitzenden, Staatsminister Dr. Thomas Goppel, MdL

Weihnachtsbrief 2004 des Vorsitzenden, Dr. Thomas Goppel, MdL, Bayer. Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, an die Mitglieder der Gesellschaft für Augustinusforschung e.V. 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitgliede, Freunde und Förderer unserer Gesellschaft!

Rund um den Nikolaustag eines jeden Jahres erinnert mich Pater Cornelius Petrus Mayer daran, dass es zu den Aufgaben des Vorsitzenden unserer Gemeinschaft gehört, weihnachtlich Bilanz zu ziehen und zum Jahreswechsel für uns alle gute Vorsätze zu fassen.

Er, der durch seine kontinuierliche Arbeit am augustinischen Erbe dafür sorgt, dass wir immer wieder neugierig bleiben auf dessen schier unerschöpflichen Fundus zeitlos gültiger Erkenntnis, erinnert damit auch an eine mit der Mitgliedschaft in unserer Gesellschaft verbundene Zusage, die eingelöst sein will, wenn wir mehr im Auge haben als nur die eigene Freude an der Erforschung augustinischer Weisheit: Die Verbreitung von Einsichten, die zu beherzigen lohnt in einer Phase europäischer Neuordnung, die das christliche Menschenbild als Gestaltungsgrundsatz für menschliches Zusammenleben vielfältiger Anfechtung ausgesetzt sieht.

In Zeiten, in denen es zur Regel geworden ist, sich an den Ergebnissen statistischer Nachfragen zu orientieren, statt verbindliche Wertvorgaben dazu zu nutzen, den Verhaltenscodex auf seine Tragfähigkeit zu überprüfen, erweist sich Augustinus’ Gedankengut als Leitfaden von großem Wert. Umso bedeutender ist die Zwischenbilanz des Mayerschen CAG, das wir 2004 präsentiert fanden. Schon dankbar vermerkt ist, dass das zur 1650. Geburtstagswiederkehr unseres Kirchenlehrers gelang.

Den Geburtstag selbst haben wir alle gebührend gefeiert. In Wort und Bild, auf Buchseiten und im Internet. Im Gottesdienst mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Seiner Eminenz Kardinal Lehmann, beim Vortrag des benediktinischen Augustinuskenners, Altabt Odilo Lechner aus St. Bonifaz in München: Seien sie alle herzlich bedankt, die sie sich Zeit genommen haben für den Begegnungstag im Juli und die Jahresversammlung unserer Gesellschaft am 13. November in Würzburg.

 

Betreffs des ins Stocken geratenen Anbindungsvorhabens des Zentrums für Augustinusforschung an die Universität Würzburg bemühen wir uns, neue Wege zu beschreiben. Wir erwägen, 2005 einen eingetragenen Verein zu gründen, der dem Forschungsteam um Cornelius Petrus Mayer die Wissenschaftsnähe garantiert, die wir über den Tag hinaus für unverzichtbar halten. Außerdem kann die Augustinusforschung so zur echten Profilierung des Theologie-Standortes Würzburg beitragen.

Der Blick auf diese Aufgabe zeigt, dass uns die Arbeit in unserer Gesellschaft nicht ausgeht. 2005 sind wir doppelt gefordert. Wieder brauchen Cornelius Petrus Mayer und seine Mitstreiter unser ideelles und finanzielles Engagement, um weiter in augustinische Tiefen vorzudringen. Unsere universitäre Anbindung soll und wird das Fundament dafür legen, nicht nur im elitären Zirkel den Horizont der Erkenntnis auszudehnen.

Für Sie alle darf ich davor dem Forscherteam um Cornelius Petrus Mayer danken für die unermüdliche Arbeit am Werk und den Texten des Hl. Augustinus. Unser Beitrag an der christlichen Orientierung der politischen Entwicklung der Europäischen Union ist so gewährleistet – vorausgesetzt natürlich auch unser weiteres finanzielles Engagement.

Für die anstehenden Weihnachtstage wünsche ich Ihnen allen Zeit zur Rast und Besinnung, Freude mit Ihrer und das Beste für Ihre Umgebung, der der Einsatz im Jahr dient.

Für 2005 alle guten Wünsche: Gesundheit, Tatkraft, Zuversicht und Gottes Segen!

Auf das Mehr an Durchblick, das uns die Einsichten auch aus unserem Forschertrupp bescheren wird und auf die nächsten Begegnungen mit Ihnen freut sich

Ihr

Dr. Thomas Goppel, MdL

Eingestellt von
ZAF
cscheler@augustinus.de
Redaktion www.augustinus.de
Eingestellt am: 16.12.2008 00:44
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