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Traum und Traumdeutung in der Alten Kirche. Die westliche Tradition bis Augustin(Arbeiten zur Kirchen- und Theologiegeschichte 23) Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2008, 400 p. ISBN: 978-3-374-02616-6, EUR[D] 48,00 Der Traum und seine Deutung sind seit Menschengedenken Gegenstand des Dichtens und Erzählens, des Glaubens und Reflektierens. Die Arbeit erhellt den spezifischen Umgang mit Träumen, den die Christen der lateinischen Kirche von Tertullian bis Augustin pflegten. Einzelstudien, u. a. zur früh-christlichen Märtyrerliteratur (Passio Perpetue), zu Cyprian, Laktanz, Ambrosius und Hieronimus, werden durch thematische Exkurse zur antiken Tradition der Traummotive, Traumbilder und Traumtheorie ergänzt. Dabei nimmt der Autor umfassend auf die antike Literatur und deren Auswertung durch moderne Wissenschaftler, auch weit über den deutschsprachigen Bereich hinaus, Bezug. Das Buch schließt entsprechend mit einem vergleichenden Ausblick auf das moderne Verständnis vom Phänomen «Traum». » Präsentation auf der Verlagshomepage
Kampfplätze der Philosophie. |
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© marixverlag.de ![]() |
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In der Übersetzung von Otto F. Lachmann (1888). Mit einer Einführung von Bruno Kern
Wiesbaden: Marix Verlag, 2008, 416 p.
ISBN 978-3-86539-178-0, EUR[D] 9,95
Die "Bekenntnisse", entstanden um 400 n. Chr., sind Augustinus' bekanntestes Werk. Aufgeteilt in 13 Bücher beschreiben sie in einer Art Selbstbetrachtung die Phasen der eigenen geistigen Entwicklung Augustins: Er beschreibt darin sein frühes Leben, seine ständige Suche nach Wahrheit und seine Bekehrung. Durch seine grundsätzlichen Erwägungen über das Wesen des Menschen sind die "Bekenntnisse" mehr als nur eine Biografie - sie gelten vielmehr als die erste Autobiografie der Literatur. Wie Augustinus später bemerkt, hat der Titel zwei Bedeutungen: Confession im Sinn von "Schuldbekenntnis" und Confessio im Sinn von "Glaubensbekenntnis". Neben den unmittelbar theologischen Einsichten geben die Confessiones Einblick in das menschliche Seelenleben überhaupt und offenbaren dabei eine Tiefe und Subtilität, die derjenigen neuerer Autoren in nichts nachsteht.
Leipzig: St. Benno-Verlag, 2008, 221 p.
ISBN: 978-3-7462-2485-5, EUR[D] 14,50
Die Kirchenväter sind mit ihren Lehren als Quellen der christlichen Erfahrung auch heute noch voll Frische und Echtheit. Papst Benedikt XVI. stellt, beginnend mit den Apostolischen Vätern, also der ersten und zweiten Generation der Kirche nach den Aposteln, bis hin zu den Kirchenvätern des Mittelalters jeden Einzelnen von ihnen vor.
Darunter befinden sich so herausragende Gestalten wie Hieronymus, Augustinus, Johannes Chrysostomus, Gregor von Nazianz, Ambrosius von Mailand, Papst Gregor der Große u. v. a. In spannenden Meditationen zeigt Benedikt XVI., welch großes Weisheitserbe es bei den Kirchenvätern zu entdecken gilt. Mit einer Hinführung von Frater Dr. Justinus C. Pech OCist., promovierter Bestriebswirt, Theologe und Mönch der Zisterzienserabtei 'Stift Heiligenkreuz'.
» Präsentation auf der Verlagshomepage
Hermann Josef Kugler
© sankt-ulrich-verlag.de

Augsburg: Sankt Ulrich, 2008, 160 p.
ISBN 978-3-86744-060-8, EUR[D] 19,90
Die Augustinusregel ist als älteste Ordensregel der Christenheit eine der grundlegenden Texte für das Mönchstum in Europa und die europäische Kulturgeschichte. Die im Jahre 397 in Mailand verfaßte Regel des großen Kirchenvaters war die Grundlage für die weitere Entwicklung des Ordenslebens in Westeuropa und inspirierte auch die Benediktsregel, die erst 100 Jahre später entstand. Bis heute leben unzählige Ordensgemeinschaften aus dem Geist der Augustinusregel. Nicht nur der Augustinerorden und die Augustiner-Chorherren befolgen die Regel des heiligen Augustinus. Auch die Barmherzigen Brüder und die Barmherzigen Schwestern, die Prämonstratenser und Dominikaner haben die Ordensregel des großen Kirchenvaters angenommen.
Hermann Josef Kugler kommentiert ausgewählte Passagen der Augustinusregel und stellt sie als spirituellen Wegweiser für moderne Menschen von heute vor. Der Abt der Prämonstratenser-Abtei Windberg zeigt, wie Augustinus schon vor 1600 Jahren, ausgehend von der Heiligen Schrift, eine Form christlichen Gemeinschaftslebens schuf, in der sich Güte und Ernst, Barmherzigkeit und Menschenkenntnis zu einer genialen Synthese verbinden.
Zahlreiche Klöster haben an der Entstehung des Werkes „Über allem die Liebe. Die Augustinusregel als spiritueller Wegweiser“ mitgewirkt und zeigen durch Bilder aus ihrem Alltag, wie diese uralte Mönchsregel bis heute Grundlage einer caritativen und spirituellen Begleitung und Bereicherung des Lebens vieler Menschen ist. Der komplette Regeltext und eine Adressenliste der mitwirkenden Klöster bieten die seltene Gelegenheit, die Augustinusregel im Ganzen zu lesen und einen Überblick über das augustinische Ordensleben im deutschsprachigen Raum zu gewinnen.
» Rezension von Prof. P. Willigis Eckermann OSA
» Präsentation auf der Verlagshomepage
Igna Marion Kramp (Hrsg.)
(Corpus Victorinum. Textus historici 2)
Münster: Aschendorff, 2008, 533 p.
ISBN: 978-3-402-10421-7, EUR[D] 72,00
Das Forschungs- und Publikationsprojekt "Corpus Victorinum", angesiedelt an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen, intendiert eine intellektuell-spirituelle Topographie des werdenen Europas zwischen dem 12. und 18. Jahrhundert zu erstellen, und zwar im Spiegel des Mikrokosmos der Pariser Augustinerchorherren-Abtei Sankt Viktor. In diesem Kontext verdient auch die Rezeption der Augustinusregel Beachtung.
I.M. Kramp legt in Band 2 des Corpus Victorinum eine Edition des pseudo-hugonischen Kommentars zur Augustinusregel vor. Dieser wurde zwischen dem 13. und dem 17. Jahrhundert viele Male und auf vielerlei Weise ins Deutsche übersetzt. Adressaten des Textes waren zum überwiegenden Teil Frauen, vor allem Dominikanerinnen, Augustiner-Chorfrauen, Birgittinnen und Schwestern vom gemeinsamen Leben. Übersetzt wurde dabei nicht nur aus dem Lateinischen ins Mittelhochdeutsche, sondern auch von Lebenswelt zu Lebenswelt: Ursprünglich (Mitte 12. Jh.) von einem Augustinerchorherren aus Saint-Ruf bei Avignon verfasst, sollte er in Übersetzung der Lebensordnung verschiedener Frauengemeinschaften entsprechen. Das Übersetzerhandwerk stand dabei stets im Kontext von Reformen, von den Observanzbestrebungen im zweiten Orden des hl. Dominikus angefangen bis hin zur katholischen Reform nach dem Konzil von Trient.
» Homepage Hugo von Sankt Viktor-Institut für Quellenkunde des Mittelalters
Regensburg: F. Pustet, 2008, 232 p.
ISBN: 978-3-7917-2159-0, EUR[D] 16,90
"Wenn ich die Schriften des hl. Augustinus lese, habe ich nicht den Eindruck, dass es sich um einen Mann handelt, der vor mehr oder weniger 1600 Jahren gestorben ist, sondern ich spüre ihn wie einen Menschen von heute ..., der mit seinem frischen und aktuellen Glauben zu uns spricht."
Papst Benedikt XVI. stellt in 26 Porträts die großen Lehrer der frühen Christenheit vor, die auf dem Fundament der Apostel die Kirche weiterbauten und gestalteten.
Indem der Papst Leben und literarisches Werk dieser bedeutenden Bischöfe und Gelehrten erschließt, eröffnet er dem Leser die Gedankenwelt der frühen Christen. Leicht verständlich werden die Weisheit und die spirituelle Tiefe der Christen der ersten Jahrhunderte zugänglich gemacht.
Benedikt XVI. hebt jene Erfahrungen und Erkenntnisse hervor, die auch heute noch von ungebrochener Gültigkeit sind: Die Kirchenväter werden so zu "Zeugen der bleibenden Aktualität des christlichen Glaubens".
(Symposion 130)
Freiburg; München: Alber, 2008, 517 p.
ISBN: 978-3-495-48278-0, EUR[D] 54,00
Die Fragestellung des Buches beinhaltet neben der Analyse des augustinischen Verständnisses von Freundschaft, Frauen und Familie auch die Frage nach der Ätiologie der augustinischen Ethik sozialer Beziehungen. Besonders berücksichtigt werden dabei der Einfluss der griechisch-römischen Philosophie und der kirchlichen Tradition ebenso wie die biblischen Grundlagen, mögliche psychosoziale Faktoren, aber auch veränderte theologische und anthropologische Prämissen seiner Lehre von Gnade und Erbsünde, die sich auf das ethisch-anthropologische Konzept des Kirchenvaters prägend ausgewirkt haben. Der Schwerpunkt des Themenbereichs Freundschaft liegt in der Analyse der Verhältnisbestimmung von Freundschaft und Glück, die bis dato in der Forschung wenig bearbeitet wurde. Als inhärente Problematik des augustinischen Menschenbildes und der daraus abgeleiteten Ethik wird deren fundamental ambivalente Struktur herausgearbeitet. Augustin heißt die irdische Schöpfung mit ihren sozialen Bindungen und Institutionen gut, jedoch relativiert er deren Wert durch die absolute Ausrichtung auf das Göttliche und Außerweltliche. Diese existenzielle Spannung deutet Augustin meist nicht fruchtbar und konstruktiv aus, sondern etabliert faktisch ein exklusives Konkurrenzmodell der Dualität von Weltlichkeit und Spiritualität.
» Präsentation auf der Verlagshomepage
(Schriften zur Triadik und Ontodynamik 26)
Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang, 2008, 172 p.
ISBN: 978-3-631-57927-5, EUR[D] 34,00
In den Essays dieses Buches geht es darum, in problemorientierter Durchmusterung dreier historisch wirksamer Denkansätze Perspektiven für integrale Zukunftsgestaltung zu gewinnen. Thematisiert werden Carl Gustav Jung (1875-1961), der zu den Pionieren moderner Tiefenpsychologie gezählt wird und in seinen Analysen des «Archetyps» der Trinität ein Modell für menschliche Selbstfindung vorlegt, der protestantische Theologe Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831), der das Trinitarische im Medium seiner aprioristisch deduzierten Dialektik als die alles bewirkende Selbstentfaltung des reinen Begriffes darstellt, der lateinische Kirchenvater Aurelius Augustinus (354-430), der während seiner Auseinandersetzung mit den antiken Skeptikern in menschlicher Geistinnerlichkeit das lebendig pulsierende Ineinander von Sein, Erkennen und Wollen entdeckt und diese onto-logo-ethische Ganzheit als in-ek-kon-sistenzalen Prozess erläutert, welcher, in Bedingtes und Unbedingtes spezifiziert, ein universales Format aufzuweisen hat. In ganzheitlich orientierten Erörterungen wird die unlösbare Verflochtenheit von Welt-, Selbst- und Gotteserkenntnis hervorgehoben. Im Bezug auf Hegel und den (bisweilen) «hegelianisierenden» C. G. Jung ist dabei anzumerken, dass reines Begriffsdenken, das methodisch die Totalabstraktion alles Inhaltlichen voraussetzt, zu einer Hypostasierung des Negativen führt. Die dadurch entstehenden Aporien finden eine Auflösung, sobald die inhaltsbezogene Abstraktion rekultiviert wird und - von Augustinus her - alles Raumzeitliche in spezifisch begrenzter Teilhabe an der an sich unbegrenzten Positivität des trikausalen Seinsgrundes betrachtet wird. Das prozess- und relationstheoretisch interpretierte Theologumenon der Trinität lässt sich, kurz gesagt, als dasjenige auffassen, was es ermöglicht, die in früher Neuzeit entstandene Diastase zwischen Glaubens- und Wissensansprüchen (zwischen einem Fideismus, der nichts wissen will, und einem Rationalismus, der nichts glauben will) zu überwinden.
» Präsentation auf der Verlagshomepage
Eva Fussl; Maximilian Fussl
© braumueller.at

Ausgewählt und erläutert von Eva Fussl und Maximilian Fussl
(Latein in unserer Zeit)
Wien: Braumüller, 2007, 104 p.
ISBN: 978-3-7003-1604-6, EUR[D] 8,50
Wie viel Einfluss die Philosophie im Laufe der Jahrhunderte auf Moral, Ethik, aber auch auf die Lebensbewältigung der Menschen hatte, zeigt dieser Band der Reihe "Latein in unserer Zeit" anhand vieler Textbeispiele verschiedener Philosophen aus verschiedenen Zeiten und zu verschiedenen Themen - darunter auch zahlreiche Texte des Kirchenvaters Augustinus von Hippo.
Sieben Themengruppen berühren grundlegende Fragen der menschlichen Existenz: "Philosophie als Lebensgestalterin und Lebenshilfe" bildet den Ausgangspunkt. "Die Stellung des Menschen im Kosmos / Wesensbestimmung des Menschen" stellt das der Ethik zugrunde liegende allgemeine Menschenbild der Antike vor. Schicksalsbestimmung und Zufall: fatum und fortuna" beschäftigt sich mit der wichtigen Frage nach der Schicksalsabhängigkeit des Menschen. Der Vergänglichkeit und Begrenztheit der Lebenszeit widmet sich die Textgruppe "Sinnvoller Umgang mit der Zeit: otium und negotium". Welche Möglichkeiten die antike Philosophie weist, eine von allen Menschen angestrebte Glückseligkeit zu erreichen, zeigen die "Wege zum glückseligen, sinnerfüllten Leben". In den "Formen der Lebenbewältigung" werden positive und negative Beispiele für sinnerfülltes Leben vorgestellt. Die "Grenzsituationen des Lebens: Krankheit und Tod" widmen sich der allgemeinen Vergänglichkeit des Menschen.
Die Reihe "Latein in unserer Zeit" basiert auf dem neuen Lehrplan für die Oberstufe der österreichischen Allgemein bildenden Höheren Schulen und steht für spannende Textauswahl in ausgereifter, schülergerechter didaktischer Aufbereitung, durch die Selbsttätigkeit und die Fähigkeit zur aktiven Textverarbeitung gefördert werden.
Lehrplanmodule: Suche nach Sinn und Glück (6-jähriges Latein); Formen der Lebensbewältigung (4-jähriges Latein).
» Inhaltsverzeichnis + Probeseiten (darunter Augustinus, conf. 6)
Therese Fuhrer (Hrsg.)
Akten der Tagung vom 22.–25. Februar 2006 am Zentrum für Antike und Moderne der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
(Philosophie der Antike 28)
Stuttgart: Steiner Verlag, 2008, 438 p.
ISBN: 978-3-515-09083-4, EUR[D] 65,00
Während die Forschung zur Spätantike in der Regel einzelne Texte und Autoren ins Zentrum stellt, welche die Geistesgeschichte dieser Zeit entscheidend beeinflussten, untersuchen hier einundzwanzig Forscherinnen und Forscher das Zusammenwirken unterschiedlicher Faktoren, die im 4. und 5. Jahrhundert im römischen Reich einerseits von Institutionen und andererseits von einzelnen Persönlichkeiten ausgingen. Durch die Kopräsenz verschiedener Personen, die Koinzidenz von Ereignissen und die Koexistenz von Institutionen prägten sich theologische und philosophische Positionen und Lehrsysteme aus, die die weitere Entwicklung der abendländischen Geistes- und Institutionengeschichte wesentlich beeinflussten. Im Sinn der vom ,New Historicism‘ angeregten Forschungsperspektive wird versucht, Texte unterschiedlichster Konvenienz – neben der so genannten ,Höhenkammliteratur‘ auch Briefe, Predigten, Konzilsakten – als Dokumentationen philosophisch-theologischer Verhandlungen in ihrem historischen Kontext zu analysieren und zu verstehen.
» Präsentation auf der Verlagshomepage
© AUGUSTINUS bei echter ![]() |
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Tarsicius J. van Bavel
Übersetzt aus dem Niederländischen von P. Manfred Jasper OSA
Würzburg: Augustinus bei echter, 2008, 218 p.
ISBN: 978-3-429-03007-0
Augustinus kennt nicht, wer in ihm nicht den betenden Menschen erkennt. Auch wenn er kein eigenes systematisches Werk über das Gebet geschrieben hat, ist das Thema in allen seinen Schriften präsent, kommt seine persönliche Erfahrung unzählige Male zur Sprache.
In diesem Band stellt Tarsicius J. van Bavel Augustinus als einen Mann des Gebets vor, der Innerlichkeit, Gebet, Geistesarbeit und pastoralen Einsatz in seinem Alltag zu einem harmonischen Ganzen zu vereinen wusste.
Aus dem Inhalt: Über das Wesen des Gebets - Beten als anwesend sein bei Gott - Beten als Sehnsucht - Herz und Wort - Die vielen Formen des Lobgebets - Danken und Bitten - Beten und menschliche Unvollkommenheit - Christus und der Heilige Geist beten in uns - Gebetsmethoden bei Augustinus.
» Rezension von AL-Mitherausgeber Dr. Christof Müller
Volker Lukas
(Europäische Hochschulschriften, Reihe 23: Theologie, Vol. 859)
Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang, 2008, 560 p.
ISBN: 978-3-631-56698-5
Zum Thema 'Marcion und seine Weltanschauung' wurde bislang Tertullians Werk gegen diesen Häretiker zumeist steinbruchartig benutzt, um daraus Erkenntnisse über den marcionitischen Streit zu gewinnen. Dieses Werk hingegen sucht Tertullians eigene Strategien, Methoden der Argumentation sowie rhetorische Mittel zu analysieren. Über diese Interpretation hinaus müssen in einem ersten Schritt freilich auch Einleitungsfragen wie die nach der Genese oder den Adressaten des Werkes erörtert werden. Gemäß der Themenstellung müssen auch Schwerpunkte der Theologie Tertullians (und auch Marcions) behandelt werden. Die zweite Hälfte des Interpretationsteils - soweit die Bücher 4 und 5 von Adversus Marcionem besprochen werden - ist zudem manifest exegetisch geprägt.
Aus dem Inhalt: Einleitungsfragen wie 'Historischer Kontext', 'Genese', 'Quellen und Vorlagen' des Werkes - Interpretation von Adversus Marcionem (gegliedert entsprechend der Anlage des Textes) - Im Zuge der Interpretation: Eingehen auf Phänomene wie 'allegorische Exegese'- 'Korrespondenz von Altem und Neuem Testament' - Philosophische Topoi, rhetorische Mittel - Schwerpunkte der Theologie Tertullians (und auch Marcions) - Tertullians Behandlung des Alten Testaments - Beurteilung der Bestreitung Marcions durch Tertullian.
Brigitta und Thomas Busch (Hrsg.)

Klagenfurt/Celovec: Drava, 2008, 255 p.
ISBN: 978-3-85435-530-4
Zum "Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs" 2008 stellen Brigitta und Thomas Busch Texte namhafter Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Jahrhunderten zusammen, die darüber schreiben, wie sie ihre Sprachen erlebt und was sie damit verknüpft haben. Den Ausgangspunkt bilden Erfahrungen wie Flucht oder Migration, (post-)koloniale Machtverhältnisse, familiäre oder regionale Mehrsprachigkeit, Gehörlosigkeit oder Aphasie. Die Rede ist von Spracherwerb und Sprachverlust, vom Verdrängen der einen durch die andere oder vom Pendeln zwischen ihnen auch von solchen - Emigranto, Spanglish, Kanak Sprak -, die ihre hybride Herkunft nicht verleugnen. Auch ein Auszug aus Augustins Confessiones über seine Erfahrungen mit Sprache in seinen Jugendjahren wurde in den Band aufgenommen. Die ausgewählten Texte laden dazu ein, die Sprachwelten anderer besser zu verstehen und die eigenen entdecken zu lernen.
© Schöningh ![]() |
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Hermann-Josef Sieben (Hrsg.)
Zweisprachige Ausgabe eingel., übers. und hrsg. von Hermann-Josef Sieben
(Augustinus Opera - Werke 48)
Paderborn u.a.: Schöningh. 2008, 485 p.
ISBN: 978-3-506-75734-0
Augustinus kannte den Arianismus lange Zeit nur als theologische Position, die längst verurteilt und überwunden war. Zu einer direkten Konfrontation mit einer Theologie, die die volle Gottheit Jesu Christi zu leugnen schien, kommt es im Jahre 419, als auch Anhänger einer theologischen Richtung nach Afrika kamen, die sich selbst von Arius abgrenzten, von ihren Gegnern aber als "Arianer" beschimpft und bekämpft wurden, die sog. Homöer. Als ihn verunsicherte Gläubige darum bitten, deren Flugschrift, den Sermo Arrianorum zu widerlegen, fügt Augustinus seinem Contra sermonem Arrianorum den genannten Text zur Gänze bei und überliefert damit der Nachwelt ein wichtiges Dokument dieses sog. lateinischen "Arianismus". Etwa zehn Jahre später kommt es zu einer erneuten direkten Konfrontation. Von der Diskussion zwischen Augustinus und dem "arianischen" Bischof Maximinus ist eine wörtliche Mitschrift erhalten, die Conlatio cum Maximino, ein Text, der uns diese Variante des Christentums hautnah erleben lässt. Das Ergebnis des Rededuells mit dem bibelfesten Maximinus fiel so aus, dass Augustinus sich genötigt fühlte, der Debatte noch zwei Bücher, sein Werk Contra Maximinum, hinterherzuschicken. Hier, in der direkten Konfrontation, kommt die Christologie des Augustinus zu ihrer höchsten Reife. Alle vier Texte werden in dieser Veröffentlichung zum ersten Mal ins Deutsche übertragen.
(Quellen und Studien zur Philosophie 80)
Berlin/New York: de Gruyter, 2008, X-242 p.
ISBN: 978-3-11-019475-3
"Peter Seeles Monographie wirft neues Licht auf eine ganze Reihe von komplexen Fragen, die sich aus der philosophiegeschichtlichen Stellung des Augustinus ergeben. Sein aspektreiches Buch liefert einen spannenden und zugleich innovativen Blick auf einen Autor, mit dem man im allgemeinen Bildungsbewusstsein die Übergangsstelle zwischen dem Altertum und dem frühen Mittelalter verbindet. Über Augustinus sind wir aus eigenen und fremden Zeugnissen vorzüglich unterrichtet. Er stellt daher eine nahezu ideale Figur dar, wenn man die Frage abhandeln will, wie sich historische Transformationsprozesse beschreiben und interpretieren lassen. Hinzu kommt, dass sich auf Augustinus eine gewaltige Menge von philosophischen, theologischen, historischen und philologischen Untersuchungen bezieht; seine Person und sein Werk gehören zu den besterforschten der Geistesgeschichte überhaupt. Seele nutzt diese Chance, indem er in souveränem Rückgriff auf die vorhandene Forschung neue Akzente in der Bewertung der Figur des Kirchenvaters setzt." (Christoph Horn im Vorwort)
Paderborn u.a.: Schoeningh, 2006, 491 p.
ISBN: 978-3-506-75668-8
Augustinus - der bedeutendste Kirchenlehrer des christlichen Altertums und einer der tiefsten Denker der Theologiegeschichte. Sein fast unüberschaubares Werk kennt mehr als 100 Titel.
Die hier vorgelegte Auslese macht mit den zentralen Positionen Augustins zu den jeweiligen Stichworten des Apostolischen Glaubensbekenntnisses bekannt. Es handelt sich sowohl um Auszüge aus Predigten, die der Kirchenvater zu diesem Grundtext des abendländischen Christentums gehalten hat, als auch um einschlägige Passagen aus seinem übrigen Werk. Ein Stichwort wie "Kirche" wird zum Beispiel durch über 50 aus verschiedenen Schriften stammende Texte beleuchtet. Damit stellt die Textsammlung ein Kompendium der Theologie Augustinus' dar. Viele der vorgelegten Texte werden hier zum ersten Mal ins Deutsche übertragen.
Auslegungen zum Apostolischen Glaubensbekenntnis schießen seit einigen Jahren wie Pilze aus dem Boden. In diesem Konzert bekannter und weniger bekannter Kommentatoren fehlt bisher die Stimme des größten abendländischen Theologen, des hl. Augustinus.
Ausgewählt und übertragen von Susanne Greiner
Durchgesehen von Ludwig Kröger und Nikolaus Nösges
(Christliche Meister 54)
Einsiedeln: Johannes Verlag, 2006, 170 p.
ISBN 978-3-89411-396-4
Der Kommentar zur Bergpredigt wird gewöhnlich zu den exegetischen Schriften des Kirchenvaters gerechnet. Er entstand 393, nachdem Augustinus auf Drängen des Kirchenvolkes von Hippo zum Priester geweiht worden war. Mit der Auslegung dieser drei Prerikopen wollte sich der Verfasser mit der Heiligen Schrift vertraut machen und sich auf seinen pastoralen Dienst vorbereiten. Die Radikalität und Kompromißlosigkeit dieser Predigt Jesu zog ihn wohl deshalb in Bann, weil sie, wie Augustinus zu Beginn seiner Schrift sagt, die vollkommenen Normen für einen christlichen Lebenswandel (vgl. I 1,1), beinhaltet, eine Ethik also, die ihr Maß an der Vollkommenheit Christi nimmt. Das Hauptgebot der gelebten Gottes- und des Nächstenliebe wurde zu allen Zeiten je neu gehört und bedacht – wie die Volksmenge damals über Jesu Lehre staunte und die Gemeinde von Hippo die Worte ihres Seelsorgers erwog, treffen sie auch uns heute immer wieder neu durch ihre je eigenen Akzente.
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Florian Bruckmann
Freiburg: Herder, 2008, 495 p.
ISBN: 978-3-451-29811-0
Negative Theologie geht ähnlich der jüdisch-christlichen Mystik davon aus, dass Gott unbegreiflich ist und dass von ihm nicht gesprochen werden kann wie über einen beliebigen Gegenstand. Bruckmann wendet sich im Rahmen einer Theologie der Schrift(lichkeit) den Texten des Augustinus zu und weist nach, dass im Christentum ein Zusammenhang besteht zwischen der Unbegreiflichkeit Gottes und der Tatsache, dass die Selbstmitteilung Gottes in der Hl. Schrift in schriftlicher Form vorliegt.
Einleitung, Text, Übersetzung und Anmerkungen von H.R. Drobner
(Patrologia. Beiträge zum Studium der Kirchenväter 19)
Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang, 2007, 186 p.
Achttausend Predigten und mehr dürfte Augustinus in den fast vierzig Jahren seines pastoralen Wirkens gehalten haben. Nicht einmal zehn Prozent davon sind überliefert, und doch macht dieser Bruchteil allein ca. 17% seines erhaltenen Opus aus. Augustins Predigttätigkeit war also mehrfach umfangreicher als alle anderen seiner Schriften zusammengenommen. Diese Zahlen machen die tatsächlichen Dimensionen des Wirkens Augustins deutlich, die oft zugunsten seiner philosophischen und theologischen Traktate verkannt werden. Der siebte Band der ersten deutschsprachigen Gesamtausgabe der Predigten legt vier Sermones zum Markusevangelium vor, von denen zwei erstmals ins Deutsche übertragen wurden. Der en face abgedruckte Text gibt die grundlegende Edition der Mauriner unter kritischem Vergleich mit den späteren Editionen und Angabe der Abweichungen wieder. Die Einleitungen und Anmerkungen erläutern das zur Einordnung und zum Verständnis der Texte Erforderliche: Echtheit, Überlieferung, Chronologie, Struktur, Stil, historische Daten, Theologie und Liturgie. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Nachweis des biblischen Gedankengutes.
Aus dem Inhalt: Predigt zur Enthauptung Johannes des Täufers (Mk 6,14-29) - Predigt zur wunderbaren Brotvermehrung (Mk 8,1-9) - Predigt zur Kreuzesnachfolge (Mk 8,34) - Predigt über den Jüngsten Tag (Mk 13,32-37).
Andrew Knowles / Pachomios Penkett

Aus dem Englischen übersetzt von Bernardin Schellenberger
Freiburg im Breisgau: Herder, 2007, 192 p.
ISBN: 978-3-451-29266-8
Augustinus ist die Schlüsselfigur am Übergang der griechisch-römischen Antike zum christlich geprägten Mittelalter und damit nicht nur eine der prägendsten Gestalten des Christentums, sondern auch der Geistesgeschichte Europas. Erstmals ergänzen sich die Perspektive eines westlichen Historikers und eines Gelehrten aus dem ostkirchlichen Raum zu einer gemeinsamen Lebensbeschreibung.
Durchgehend farbiges Sachbuch: Viele Fotografien historischer Szenerien, Abbildungen aus der Kunst, Landkarten und Grafiken lassen Geschichte anschaulich und lebendig werden.
Historisches Wissen auf dem Stand der Forschung und fachkundige Konzentration auf das Wesentliche werden in verständlichen Texten vermittelt und sichern den entscheidenden Wissensvorsprung.
Für den Stand der geschichtlichen Forschung bürgen renommierte Wissenschaftler und Fachbuchautoren.
Unterhaltsam und weiterbildend für jeden historisch Interessierten; unentbehrlich für Schule und Studium.
Theresia Heither / Christiana Reemts

Münster : Aschendorff, 2007
ISBN: 978-3-402-04387-5, 336 p.
Für die Kirchenväter ist die Bibel Ausgangspunkt jeder denkerischen Bemühung und Quelle der Freude. Ihre Werke sprechen von der Faszination der Bibel, einer Faszination, der man sich, wenn man einmal von ihr gepackt ist, nicht mehr entziehen kann. Unermüdlich leiten sie ihre Leser an, die Bibel zu lesen, zu meditieren und in ihr die Begegnung mit Gott zu suchen. Adam, dem ersten Menschen, schenken die Kirchenväter große Aufmerksamkeit, weil man an ihm ablesen kann, was Menschsein bedeutet. Dabei wird Adam sehr ambivalent dargestellt, einerseits als Herr der Schöpfung und Statthalter Gottes auf Erden, andererseits als Ursprung allen Unheils in der Welt.
Wenn die Väter der Kirche über Adam nachdenken, erkennen sie in ihm sich selbst und begreifen ihr eigenes endzeitliches Ziel. Damit verbindet sich umgekehrt die Überzeugung, dass auch Adam, der erste Mensch, bereits zur Kirche gehört und in ihr als Glied des Leibes Christi erlöst und gerettet wird.
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München/Ravensburg: Grin Verlag, 2006, 104 p.
Akademische Schriftenreihe v69802
UMBID: 978-3-638-71190-6
Die Darlegung von Augustins Zeittheorie im XI. Buch der Confessiones steht im Mittelpunkt von Karsten Junks Zulassungsarbeit für die Theologische Hauptprüfung. Besonderes Augenmerk legt der Verfasser darauf, diese Darlegungen zum Zeitverständnis unter Berücksichtigung der Absichten zu verstehen, die Augustinus mit den Confessiones insgesamt verband.
Anknüpfend an die Erörterung von Augustins Zeitverständnis in Confessiones XI werden einige Aspekte der philosophischen und theologischen Rezeption im 20. Jahrhundert thematisiert. Zur Sprache kommen die Zeittheorien Husserls und Heideggers sowie Barths und Pannenbergs.
(Hundert Worte / Klassiker)
München/Zürich/Wien: Neue Stadt, 2007, 112 p.
ISBN: 978-3-87996-723-0
Aurelius Augustinus (354-430) hat nicht nur das kirchliche Leben, sondern Geist und Kultur des ganzen Abendlandes mitgeprägt. Wie wenige andere verstand er es, den Fragen des Menschenherzens nachzuspüren.
Glück und Sehnsucht, Freundschaft und Liebe, Suchen und Finden - zeitlos sind die Themen, überraschend aktuell seine Einsichten und Beobachtungen. Die ausgewählten Zitate geben Einblicke in das bewegte Leben eines genialen Denkers, eines Menschen, der Herz und Verstand auf außergewöhnliche Weise zu verbinden verstand.
Übersetzung aus dem Italienischen v. Uta Brehme
(Große Gestalten des Glaubens)
München/Zürich/Wien: Neue Stadt, 2006, 304 p. (überarbeitete und ergänzte Neuausgabe)
ISBN: 978-3-87996-677-6
Aurelius Augustinus (354-430) hat nicht nur das Leben der Kirche, sondern Geist und Kultur des ganzen Abendlandes mitgeprägt. 33-jährig findet er zum christlichen Glauben und wird einer der bedeutendsten und fruchtbarsten Theologen der Kirchengeschichte. Ein genialer Denker, der nie aufhörte, nach der Wahrheit zu suchen.
"Diese Seiten wollen den ganzen Menschen Augustinus vorstellen, mit seinen Licht- und Schattenseiten, ohne Überstrukturen und ohne voreingenommene Deutungen. Ich bin überzeugt, dass er uns helfen kann, unsere Fragen, die von den seinen gar nicht so verschieden sind, besser zu verstehen" (A. Trapè).
Der Autor, P. Agostino Trapè (1915-1987), einer der angesehensten Augustinus-Kenner, war Generalprior des Augustiner-Ordens und leitete die Herausgabe des augustinischen Gesamtwerks in lateinischer/italienischer Sprache.
►►► Rezension von AL-Mitherausgeber Dr. Christof Müller ◄◄◄
(Studien und Texte zu Antike und Christentum 22)
Tübingen: Mohr Siebeck, 2007, XXII-635 p.
ISBN: 978-3-16-148326-4
Augustins "De trinitate" ist eines der bedeutendsten und tiefgründigsten Werke, die das antike Christentum hinterlassen hat. Die internationale Forschung darüber war bisher kaum mehr überschaubar. Roland Kany unterzieht in diesem Band über fünfhundert Beiträge der vergangenen anderthalb Jahrhunderte einer kritischen Revision, von der Text- und Quellenkritik über Spezialuntersuchungen und Gesamtdeutungen bis hin zu wirkungsgeschichtlichen Darstellungen. Aus dieser facettenreichen Bilanz ergeben sich die Konturen eines neuen Gesamtbildes von "De trinitate". Während in der modernen Systematischen Theologie Augustins Trinitätslehre in ihrer traditionellen Lesart zumeist abgelehnt wird, strebt die gegenwärtige patristische Forschung auf eine veränderte Interpretation des Werkes zu, ignoriert allerdings seinen philosophischen Gehalt. Philosophen hingegen entdecken zur Zeit Augustins Theorie des Selbstbewusstseins in "De trinitate" wieder, lassen aber deren theologischen Zusammenhang außer Acht. Roland Kany schlägt eine neue, integrale Auslegung vor. Demnach löst Augustins Einsicht in die Struktur des Selbstbewusstseins ein unbewältigtes Grundlagenproblem der antiken Philosophie und gewinnt aus eben dieser Lösung den Ansatz zur Überwindung von Mängeln der vorherigen Trinitätstheologie.
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(Philosophie & Kognitionswissenschaften 1)
Freiburg: Breyer Verlag, 2007, 134 p.
ISBN: 978-3-940325-00-6
Ich kann selbst bestimmen, was ich will, nicht als Wahl, aber als Entscheidung. Eine solche Entscheidung verbürgt Selbstbestimmung und setzt das Erkennen des Guten und des eigenen Selbst voraus. In einer deterministischen Welt ist alles vorherbestimmt. Aber sobald wir uns erkennen, erkennen wir unseren freien Willen. Nicht bedrückend, sondern erhebend ist Augustins Ausspruch: "Ich wüsste nicht, was überhaupt mein wäre, wenn nicht der Wille mein wäre."
In Auseinandersetzung mit aktuellen Positionen der Philosophie des Geistes und der Neurowissenschaften erarbeitet der Autor einen innovativen Ansatz zum Verständnis des Problemkomplexes Willensfreiheit und Entscheidungsfreiheit, der eine Vermittlung zwischen Philosophie und Kognitionswissenschaft ermöglicht. Dabei wird Augustinus als ein Denker wieder entdeckt und zurück gewonnen, der einen Weg aufzeigt, die Freiheit der Entscheidung mit der Determiniertheit der Welt, oder der Vorhersicht Gottes, wie Augustinus sie fasst, zu verbinden.
"Wie kaum eine andere illustriert und unterstreicht diese Studie zugleich die bis in die Gegenwart anhaltende Bedeutung Augustins, der selbst für die moderne Kognitionswissenschaft Wegweisendes zu sagen hat." (Cornelius Mayer)
2 Bände. Hardcover mit Schutzumschlag
Marburg: Tectum Verlag, 2007, 547 + 779 p.
ISBN: 978-3-8288-9343-6 (Bd. 1); 978-3-8288-9344-3 (Bd. 2)
Das sokratische Nichtwissen ist der zentrale Gegenstand dieser historisch-systematischen Habilitationsschrift. In einem Brückenschlag über mehr als zwei Jahrtausende und in beeindruckender Detailkundigkeit arbeitet Roland Mugerauer heraus, was das sokratische Nichtwissen für ein sokratisch-skeptisches Bildungskonzept bedeutet, und ergründet die Schicksalswege dieses sokratischen Erbes in der abendländischen Geistes- und Schulgeschichte bis in die Gegenwart.
Ausgangspunkt des ersten Bandes ist eine Skizze der gegenwärtigen bildungstheoretischen Problemlage hinsichtlich eines Bildungsbegriffes, der als Orientierungskategorie für die Pädagogik tragfähig ist. Die Forschungsarbeit akzentuiert vor dem Hintergrund der Schriftkritik Platons die sokratisch-skeptische Vorbehaltlichkeit als wesentliches Charakteristikum des Philosophierens Platons und entfaltet das sokratische Nichtwissen als sokratisch-problemerschlossene Bildung. Unter Beachtung der Marginalisierung dieses Bildungsbeitrages Platons wird zum einen ein Konzept sokratisch-problemerschlossener Bildung vorgestellt und präzise konturiert. Dabei wird durch Rückgriff auf das platonische Dialogwerk ein Potential antiken Bildungsdenkens als sokratisches Erbe Platons erschlossen. Des Weiteren wird an bildungsgeschichtlich zentralen Weichenstellungen dargestellt, wodurch der bedeutsame Begriff problematisch-vernünftiger Bildung an den Rand gedrängt wurde, so dass das skeptisch-kritische Potential für das Bildungsdenken wie für die Bildungspraxis bis heute kaum wirksam ist. An diesen historischen Knotenpunkten (Neuplatonismus am Beispiel Plotins, 'Platonismus' bei Augustin und bei Meister Eckhart) wird der Möglichkeitsspielraum für sokratisch-problemerschlossene Bildung und sokratisch-problemerschließenden Vernunftgebrauch gründlich ausgelotet. So zeigt der Autor auf, wie Platons Philosophieren als Grundstein abendländischen Denkens wesentlich im Sinne des problembewältigenden Vernunftgebrauches rezipiert werden konnte und welche gravierenden Einschränkungen diese dominante Rezeption für die Möglichkeiten bildungstheoretischen Denkens nach sich gezogen hat (siehe Inhaltsverzeichnis Bd. 1).
Der zweite Band thematisiert alle wesentlichen Aspekte der Theologie Martin Luthers im Fokus der Chancen für sokratisch-problematische Bildung, um schließlich die Auswirkungen dieser Theologie für die Herausbildung des reformatorischen Schulwesens im 16. Jahrhundert hervorzuheben. Ausgehend von der 'Zwei-Reiche-Lehre' und unter dem Aspekt von Bildung und Schule bei Luther stellt der Autor die bildungsinstitutionellen Möglichkeiten für sokratisch-problematische Bildung als Gelenkstelle zwischen der geistesgeschichtlichen und der bildungsinstitutionell-empirischen Ebene heraus. Dabei verdeutlicht er die leitenden Interessen sowohl von kirchlicher als auch von staatlicher Seite beim Aufbau des reformatorischen Schulwesens und deren bedenkliche Folgen bis hinein in das staatlich verfasste Schulwesen der Gegenwart. So finden neben historisch-systematischen Darlegungen auch historisch-empirische, konkret bildungsinstitutionelle Aspekte Beachtung, die bis heute von nicht zu unterschätzender Bedeutung sind (siehe Inhaltsverzeichnis Bd. 2)
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Marburg, Tectum Verlag, 2007, 163 p.
In seinen Confessiones (Bekenntnissen) geht der Kirchenvater Augustinus bei der Beschreibung seines Lebens bis zum Zeitpunkt seiner Bekehrung (im Jahre 386) scheinbar unverhältnismäßig hart mit sich selbst ins Gericht. Er bewertet sein eigenes Sexualverhalten ausgesprochen negativ, so auch die langjährige Beziehung zu seiner Konkubine, mit der er einen gemeinsamen Sohn hatte. Knut Reinartz wagt in seiner Arbeit den Versuch, Augustins Wertung der (eigenen) Sexualität in den Confessiones und sein Verhalten gegenüber seiner Konkubine neu einzuordnen und den Ursachen und Hintergründen hierfür nachzugehen, indem er Augustins Biographie, sein Werk selbst, seine Zeit sowie die Theologie des Kirchenvaters beleuchtet (siehe Inhaltsverzeichnis).
"Diese sowohl im Hinblick auf die Belege aus den Confessiones und weiteren Schriften Augustins wie auch auf die herangezogene Fülle an einschlägiger Sekundärliteratur sorgfältig dokumentierte Studie über das in den letzten Jahrzehnten in der Augustinus-Forschung vieldiskutierte Thema der Bewertung der Geschlechtlichkeit bei dem wohl einflussreichsten Schriftsteller und Theologen der Kirche verdient Lob und Anerkennung. Das Buch wird seine Leser finden; es ist ihm eine weite Verbreitung zu wünschen." (Cornelius Mayer)
Vollständige Ausgabe in einem Band. Dünndruck
Buch 1 - 10, Buch 11 - 22
Aus dem Lateinischen übertragen von Wilhelm Thimme. Eingleitet und kommentiert von Carl Andresen
München: Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), 2007, 1712 p.
ISBN 978-3-423-34393-0
Die berühmte philosophisch-theologische Schrift des Augustinus in einer einbändigen Ausgabe.
Nach seinen berühmten ›Bekenntnissen‹, in denen Augustinus seine Bekehrung zum Christentum erzählte, entstand in den Jahren 413-426 die zweite philosophisch-theologische Abhandlung ›Vom Gottesstaat‹. Sie umfaßt 22 Bücher und ist als Verteidigungsschrift angelegt, weil man dem Christentum den Untergang des römischen Reiches anlastete.
Die Zurückweisung dieses Vorwurfs und Rechtfertigung sind Gegenstand der ersten 10 Bücher. In den folgenden aber entwickelt der große abendländische Kirchenlehrer seine Theorie vom Gottesstaat, der als moralische Instanz dem von Selbstliebe und Eigennutz geprägten Weltstaat überlegen ist. Basis dieses weltgeschichtlichen Erklärungsmodells, das das Geschichtsbild und alle Geschichtstheorien bis in die Neuzeit wesentlich mitgeprägt hat, ist die Offenbarung.
Die Neuausgabe dieser erstmalig 1955 erschienenen Übersetzung bietet mit dem vergrößerten Druck und präziseren Kopfzeilen ein Plus an Leserfreundlichkeit.
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Andreas Redtenbacher
Mit einem Geleitwort von Generalabt Bernhard Backovsky
Innsbruck-Wien: Tyrolia, 2., bearbeitete und erweiterte Auflage, 2007, 423 p.
ISBN: 978-3-7022-2538-4
Das erste umfassende theologische und spirituelle Werk zum Orden der Augustiner Chorherren.
Für den Erneuerungsprozess stellt das II. Vatikanische Konzil die zentrale Bezugsgröße dar. Das Wesen des Chorherrenordens zeigt sich dabei als Institut, das von den pastoralen Notwendigkeiten der Kirche und von den optimalen Bedingungen des priesterlichen Dienstes bestimmt ist. Alle Einzelfragen entscheiden sich daran: Augustinische Spiritualität, Evangelische Räte, der theologische Ort von Liturgie und Chorgebet. So ist der Orden als Modell konkret gelebten Presbyteriums zu verstehen, der für die vielschichtig offene Zukunft bereit ist.
Mit dieser grundsätzlichen und wissenschaftlichen Studie über das theologisch-spirituelle Profil liegt hier das weltweite Standardwerk zur Ordenstheologie der Augustiner Chorherren vor und wird für die Identität und Wirksamkeit des Ordens fruchtbar gemacht.
Volker Henning Drecoll (Hrsg.)
© Mohr Siebeck

Tübingen: Mohr Siebeck, 2007, XIX, 799 p.
ISBN: 978-3-16-148268-7 (Leinen) EUR[D] 149,00
ISBN: 978-3-16-148269-4 (Broschur) EUR[D] 79,00
Dieses Handbuch bündelt die weitverzweigte Forschung zu Augustin. Es gibt einen Überblick über Leben und Schriften des Kirchenvaters, sein historisches Umfeld, die Autoren und Tradtionen, die ihn beeinflußten, sowie über die zentralen Auseinandersetzungen um sein Werk. (Siehe Inhaltsverzeichnis)
Mit Beiträgen von:
Albrecht Beutel, Anneliese Bieber-Wallmann, Johannes Brachtendorf, Hanns Christof Brennecke, Pamela Bright, Robert Dodaro, Jean Doutre, Daniel Doyle, Volker Henning Drecoll, Paula Fredriksen, Therese Fuhrer, Wilhelm Geerlings, Katharina Greschat, Andreas E.J. Grote, Hermann Häring, Uta Heil, Andreas Hoffmann, Christoph Horn, Wolfgang Hübner, Ulrich Köpf, Johann Kreuzer, Anthony N. S. Lane, Volker Leppin, Gaetano Lettieri, Winrich Löhr, Josef Lössl, Gert Partoens, Thomas Raveaux, Jochen Rexer, Reinhold Rieger, Eva Schulz-Flügel, Larissa Carina Seelbach, Basil Studer, Jörg Trelenberg, Paul Van Geest, Johannes Van Oort, Konrad Vössing, Martin Wallraff, Dorothea Weber, Gregor Wurst.
Zur Präsentation auf der Verlagshomepage
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Zweisprachige Ausgabe, übersetzt, eingeleitet und herausgegeben von Josef Lössl
Augustinus Opera - Werke 68
Paderborn/München/Wien/Zürich: Ferdinand Schöningh, 2007, 328 p.
ISBN: 978-3-506-75615-2
Nach der kritischen Edition ins Deutsche übersetzt und mit ausführlicher Einleitung und Kommentierung versehen: De vera religione - ein grundlegendes Frühwerk Augustins.
Ist Religion mit einem Wahrheitsanspruch verbunden? Basiert der christliche Glaube auf einer Willkürentscheidung oder lässt er sich rational vertreten? Welche innere Struktur hat der Glaube? Diese und weitere fundamentale Fragen stellt Augustinus in seiner frühen Schrift.
Verfasst im Jahre 390, vier Jahre nach der Bekehrung und kurz vor dem Antritt des Presbyteramts, enthält dieses Werk gewissermassen das theologische Gesamtprogramm des noch ganz am Anfang stehenden Kirchenlehrers. Es geht um die Zurückweisung des noch vor kurzem vertretenen Manichäismus, der paganen Philosophie, des Polytheismus, des Judentums, und einer Vielzahl christlicher Häresien, sowie um die Annahme des katholischen Glaubens. Gleichzeitig bemüht Augustinus sich um das Verstehen dieses Glaubens mit Hilfe der neuplatonischen Philosophie und einer reflektierten Bibelhermeneutik. Ziel des christlichen Lebens ist das innere Wachsen in diesem Glauben bis hin zur Vollkommenheit.
Die Ausgabe enthält parallel zum lateinischen Text der kritischen Standardedition die eine nach dieser Edition erstellte deutsche Übersetzung, sowie den Erstdruck der griechischen Teilübersetzung des Prochoros Kydones.
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Herders Biblische Studien 47
Freiburg i.Br./Basel/Wien: Herder, 2007, 341 p.
ISBN: 978-3-451-28858-6; EUR[D] 60,00
Psalm 22 hat im rabbinischen Judentum und im Christentum unterschiedliche Deutungen erfahren. Die vorliegende Studie stellt exemplarisch 2 große Auslegungen dieses Psalmes vor: zum einen aus dem rabbinischen Kommentar Midrasch Tehillim und zum anderen aus Augustins Enarrationes in Psalmos. Beide Psalmenkommentare sind wichtige literarisch-theologische Werke ihrer Zeit und haben die Psalmenrezeption in Judentum und Christentum inhaltlich wie methodisch entscheidend geprägt. Wellmann zeigt, dass beide Kommentare - entgegen einem häufigen Vorurteil - keine Gedankensammlungen zu einzelnen Versen bieten, sondern theologisch komponierte Texte, dass sie trotz inhaltlicher Differenzen in ihrer Hermeneutik nicht weit auseinander liegen und sich als interessante Gesprächspartner für die aktuelle bibelhermeneutische Diskussion präsentieren.
Norbert Fischer / Dieter Hattrup (Hrsg.)
© schoeningh.de

Paderborn/München/Wien/Zürich: Ferdinand Schöningh, 2007, 181 p.
ISBN: 978-3-506-76333-4 | EUR 22,90
Das zehnte Buch der Confessiones steht in mehrfachem Sinn im Zentrum des Gesamtwerks, ja es kann in einer Art als Zentrum dieses Werkes verstanden werden, dass es dessen Kernaussage in dichtester Form vergegenwärtigt. Die ersten neun Bücher hatten von Augustins Leben bis zur Bekehrung erzählt. Im zehnten Buch greift Augustinus die Erzählungen des Vergangenen auf und reflektiert sie auf ihre Bedeutung für sein gegenwärtiges Leben. Diese Reflexionen weisen voraus auf die Untersuchungen der drei abschließenden Bücher, in denen Augustinus das menschliche Leben angesichts der Heiligen Schriften meditiert. In Erzählung, Reflexion und Meditation verfolgt Augustinus das doppelte Ziel der Selbsterkenntnis und der Gottsuche, die sein Herz hatte ruhelos werden lassen und ihm am Ende wahres, lebendiges Leben verheißt.
» Präsentation auf der Verlagshomepage
Lateinisch–deutsch. Übersetzt, mit einer Einleitung und Anmerkungen herausgegeben von Norbert Fischer
(Philosophische Bibliothek 584)
Hamburg: F. Meiner, 2006, XCI-188 p.
ISBN: 978-3-7873-1808-7
Im zehnten Buch seiner Confessiones befaßt sich Augustinus mit der Frage der Selbsterkenntnis oder mit der "Suche nach dem wahren Leben". Obwohl er davon ausgeht, daß jeder Mensch sich selbst besser kennt, als andere ihn kennen, hält er dafür, daß diese Selbstsicherheit kein Garant sein kann für das Gelingen eines guten Lebens, das für ihn - wir schreiben das Mittelalter - nur dann seine Erfüllung erlangt, wenn der Handelnde die moralischen Vorgaben einhält, die Gott dem Menschen gesetzt hat. Denn Augustinus ist sich dessen bewußt, daß die Selbsteinschätzung des einzelnen unsicher und fehlerhaft sein kann und er eigentlich nicht in der Lage ist, sein eigenes Sein ganz erfassen zu können.
Thema ist in 'Confessiones 10' daher die Suche nach der Antwort auf die Frage, wie der einzelne, dessen Würde gerade darin besteht, aus Freiheit und in eigener Verantwortung zu handeln, dazu gelangt, in seinem Handeln nicht rein egoistischen Interessen zu folgen, sondern das hohe Ziel zu erreichen, aus eigener Einsicht und eigenem Antrieb ein gottgefälliges Leben zu führen, will sagen: den von Gott gesetzten Geboten zu genügen.
Nach Augustinus können lediglich die Menschen die göttliche Vollendung, auf die hin alle geschaffen sind, erlangen, die trotz ihrer Endlichkeit den Weg wohlwollender, nichtegoistischer Liebe suchen. Christus gilt ihm als Brücke, die von Gott zu den Menschen führt, sobald sie diesen - trotz ihrer Bedürftigkeit, Schwäche und Endlichkeit - den Weg zu einem Leben der "Heiligkeit" bahnt.
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Lateinisch–deutsch. Eingeleitet, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Norbert Fischer.
(Philosophische Bibliothek 534)
Hamburg: F. Meiner, 2002, LXIV-142 p.
ISBN: 978-3-7873-1609-0
Augustinus (354-430) hat mit seiner Untersuchung der Frage, was Zeit ist ("quid est enim tempus?"), die Aufmerksamkeit der Philosophen geweckt und großen Einfluß auf deren Gedanken zu Sein und Sinn der Zeit und des Zeitlichen ausgeübt. Vor allem haben sich die Protagonisten der phänomenologischen Schule, Edmund Husserl und Martin Heidegger, intensiv mit diesem Text befaßt. Doch ist das lebhafte Interesse am Thema und am Gedankengang dieses Buches nicht auf Schulgrenzen eingeengt gewesen, sondern sogar bei Forschern zu finden, die eher Antworten auf die physikalischen Fragen nach dem Sein der Zeit gesucht haben.
Augustins Besinnung auf das Wesen der Zeit findet sich im elften von dreizehn Büchern seiner "Confessiones" (Bekenntnisse), einem berühmten, gleichwohl voller Rätsel gebliebenen Werk, das er in seinen frühen Bischofsjahren verfaßt hat (396-400). Das elfte Buch mit der Frage nach der Zeit nimmt eine Schlüsselrolle ein, weil es zugleich eine Reflexion über das Gesamtprojekt der "Confessiones" darstellt.
Augustinus denkt bemerkenswert eigenständig: Auch wenn er Motive der Platonischen, Aristotelischen und Plotinischen Philosophie aufgreift, gibt er ihnen ein neues Gesicht und weist mit der lebendigen Kraft ursprünglichen Denkens auf transzendentalphilosophische und phänomenologische Motive voraus.
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Torsten Krämer
Literarische Tätigkeit als Selbstfindung und Selbsterfindung
Hypomnemata. Untersuchungen zur Antike und zu ihrem Nachleben, Band 170
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2007
Diese Studie behandelt ausgewählte Werke, Briefe und Predigten Augustins, die auf die Position untersucht werden, die der Kirchenvater im Umgang mit der heidnisch-antiken Kulturtradition des lateinischen Westens und der christlichen Lebens- und Gedankenwelt eingenommen hat. Der Autor zeigt, dass Augustin nicht, wie häufig behauptet, nur einer der beiden Bildungswelten zugeordnet werden kann. Vielmehr variiert sein kultureller Standpukt, der sich als adressatenbezogen erweist.
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Cornelius Mayer / Andreas E.J. Grote / Christof Müller (Hrsg.)
Internationales Kolloquium zum 1650. Geburtstag Augustins vom 25. bis 27. November 2004 im Erbacher Hof zu Mainz.
Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Abhandlungen der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse, Bd. 2007,3)
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2007.
Der Gnadenbegriff Augustins gehört seit seiner Formulierung und bis in die Gegenwart hinein zu den wirkmächtigsten, aber auch umstrittensten theologischen und philosophischen Topoi des Abendlandes. Der Sammelband mit Beiträgen renommierter Spezialisten wirft Schlaglichter auf Gestalt, Wirkung und Rezeption der augustinischen Lehre von Gnade und – damit zusammenhängend – von Freiheit und Rechtfertigung. Es wird deutlich, daß in den Kontroversen um Augustins Gnadenbegriff unterschiedliche Menschen- und Gottesbilder miteinander ringen.
Aus dem Inhalt:
V.H. Drecoll: ‚Ungerechte Gnadenlehre‘ – Zeitgenössische Anfragen an Augustin und ihr Einfluß auf seine Gnadenlehre
A. Schindler: ‚Rechtfertigung‘ bei Augustinus und im reformatorischen Streit
K. Kardinal Lehmann: Augustinus als „Lehrer der Gnade“ – Ein Blick auf Wirkung und Rezeption in der Gegenwart
M. Lamberigts: Julian von Aeclanum und seine Sicht der Gnade: Eine Alternative?
N. Fischer: Zur Gnadenlehre in Augustins Confessiones – Philosophische Überlegungen zu ihrer Problematik
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Cornelius Mayer (Hrsg.) unter Mitwirkung von Alexander Eisgrub
Beiträge des II. Würzburger Augustinus-Studientages am 3. Juli 2004
Res et signa. Augustinus-Studien 3
Cassiciacum. Forschungen über Augustinus und den Augustinerorden 39
Würzburg: Augustinus-Verlag bei echter, 2007, 139 p.
ISBN: 978-3-7613-0218-7
Die gesellschaftliche und rechtliche Stellung der Frau ist nicht nur allgemein, sondern auch in den Altertumswissenschaften gegenwärtig ein viel diskutiertes Thema. So stand der II. Würz-burger Augustinus-Studientag, veranstaltet vom Zentrum für Augustinus-Forschung im Zusammenwirken mit den Instituten für Klassische Philologie sowie für Biblische Theologie an der Universität Würzburg, unter dem Motto «Würde und Rolle der Frau in der Spätantike».
Die Beiträge beleuchten aus theologischer, philologischer und philosophischer Perspektive, wie in diesem historischen Kontext das Christentum, insbesondere in seiner Ausprägung durch den Kirchenvater Augustinus (354-430), wirkte. Die Stellung von Frauen im frühen Christentum ist ebenso Gegenstand wie die anthropologischen Prinzipien Augustins, seine Wertschätzung der Frau im allgemeinen und die Bedeutung, die er philosophierenden Frauen einräumte. Den Abschluss bildet die Präsentation der Zweitauflage des Corpus Augustinianum Gissense, der elektronischen Edition des augustinischen Gesamtwerks.
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Augustins Argumentationstechnik in De civitate Dei und ihr bildungsgeschichtlicher Hintergrund
Untersuchungen zur antiken Literatur und Geschichte 82
Berlin/New York: Walter de Gruyter, 2006, VIII-466 p.
ISBN 13: 978-3-11-019130-1
ISBN 10: 3-11-019130-X
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Zweisprachige Ausgabe, eingeleitet, kommentiert und herausgegeben
von Hermann-Josef Sieben
Augustinus. Opera - Werke 28
Paderborn/München/Wien/Zürich, Ferdinand Schöningh, 2006, 462 p.
ISBN 13: 978-3-506-71332-2
ISBN 10: 3-506-71332-9
Adolf Martin Ritter
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Texte und Kommentare zum Thema Religion und Politik in der Antike
Traditio Christiana. Texte und Kommentare zur patristischen Theologie 13
Bern: Peter Lang, 2005, XL + 282 p.
ISBN: 3-906770-69-9
Dieser Band beleuchtet das frühchristliche Denken in Bezug auf die Bereiche "Staat" und Kirche und versammelt eine Auswahl kurz kommentierter Texte (lateinische, griechische, hebräische Quellen und deren deutsche Übersetzung) von prägendem Einfluss. Es handelt sich dabei um Texte aus der Bibel (Altes und Neues Testament), dem Frühjudentum, der klassisch-griechischen (Plato, Aristoteles, Isokrates), der hellenistischen (Plutarch) und der römischen Philosophie (Cicero). ...
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Paderborn: F. Schöningh, 2006, 196 p.
ISBN 13: 978-3-506-72918-7
ISBN 10: 3-506-72918-7
Die drei letzten Bücher der dreizehn von Augustinus Confessiones sind die reife Frucht, die auf dem Boden der vorausgehenden zehn Bücher gewachsen ist. Am Ende des langen Weges findet Augustinus zur gläubigen und zugleich zur denkerischen Begegnung mit der Heiligen Schrift. Er sucht sich ihre Aussage anzueignen, von ihrem Beginn mit dem Schöpfungsbericht bis zur Hoffnung auf den ewigen Sabbath im Reich Gottes. ...
Zentrale Themen der drei letzten Bücher sind: Schöpfung, Zeit und Ewigkeit. Die Untersuchungen beginnen mit einer Einführung (U. Schulte-Klöcker), gehen auf das Zeit-Problem ein (A. Corti, N. Fischer), führen in die Fragen der Hermeneutik ein (D. Hattrup, C. Mayer), untersuchen die Bildwelt der allegorischen Exegese (R. Klockow), betonen den Vorrang der moralischen Schriftauslegung (J. Sirovátka) und gehen auf die Eschatologie Augustins im dreizehnten Buch ein (C. Müller). Besonders überraschend ist die Aufmerksamkeit eines zeitgenössischen Exegeten für die allegorische Schriftauslegung Augustins (L. Schwienhorst-Schönberger).
Hubertus R. Drobner (Hrsg.)
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Einleitung, Text, Übersetzung und Anmerkungen.
Patrologia. Beiträge zum Studium der Kirchenväter 10
Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang, 2003, 345 p.
ISBN 3-631-50824-7
Die Predigten Augustins finden bislang trotz ihrer zweifellos überragenden Bedeutung für die Kenntnis der augustinischen Theologie und Pastoral sowie als Modelle moderner praktischer Theologie im deutschen Sprachraum noch zu wenig Beachtung. Vor allem fehlen Übersetzungen und Kommentare, die sie dem zeitgenössischen Leser erschließen. Sie werden hier für die Sermones 6-12 erstmals vorgelegt. Der en face abgedruckte Text gibt die grundlegende Edition der Mauriner wieder, unter kritischem Vergleich mit den späteren Editionen und Angabe der Abweichungen. Die Einleitungen und Anmerkungen erläutern das zur Einordnung und zum Verständnis der Texte Erforderliche: Echtheit, Überlieferung, Chronologie, Textkritik, Struktur, Stil, historische Daten, Theologie und Liturgie. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Nachweis des biblischen Gedankengutes.
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Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2005, 315 p.
ISBN 3-534-15423-1
Nur wenige andere Zeugnisse abendländischer Kultur haben ähnlich wie Augustins "Confessiones" über die Zeiten hinweg gewirkt und die Epochen miteinander verknüpft. Augustinus ist nicht nur der Autor einer radikalen, sehr modern anmutenden philosophischen Selbsterforschung, sondern er entwirft Antworten auf Grundfragen der europäischen Denkgeschichte: Woher kommt das Böse? Gibt es Freiheit? Sind Vernunft und Glaube vereinbar? Zudem ist er einer der ersten Denker, die das Problem der Zeit in seinen Dimensionen erkannt und beschrieben haben. Sowohl für den Existentialismus als auch für die moderne Sprachphilosophie gehört Augustinus zu den wichtigsten Autoren. Diese Interpretation betont die Einheit des Werkes, erläutert die wichtigsten Gedanken und verdeutlicht außerdem die Entstehungsbedingungen des Werkes, das im Grunde ein großes Thema behandelt: das Glück des Menschen.
Timo J. Weissenberg
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Theologie und Frieden 28
Stuttgart: Kohlhammer, 2005, 564 p.
ISBN 3-17-018744-9
Augustinus, so die Grundthese der Darstellung, entwirft weder eine systematische Friedensethik noch eine Kasuistik des gerechten Krieges, sondern eine theologisch konzipierte Friedenslehre, in deren Licht er nach Konsequenzen für das politische Handeln fragt. Die Zielsetzung, die wichtigsten Aussagen Augustinus` zur Friedensethik nicht von ihren wirkungsgeschichtlichen Engführungen, sondern von den großen Themen augustinischer Theologie her zu rekonstruieren, erweist sich als überaus ertragreich. Es ergibt sich ein Durchblick durch das augustinische Gesamtwerk unter der Perspektive einer genuin theologischen Friedenskonzeption, wie er in dieser Form weder in der allgemeinen Augustinus-Forschung noch unter den historischen Studien zur Entwicklung der bellum-iustum-Lehre zu finden ist.
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Gegen Julian VI Bücher. Text und Übersetzung.
Übertragen von Rochus Habitzky, bearbeitet und herausgegeben von Thomas Gerhard Ring OSA
Würzburg: Augustinus-Verlag, 2005, 711 p.
ISBN 3-7613-0210-X
Es handelt sich bei diesem Band um den Band IV,1 der Reihe Augustinus - Der Lehrer der Gnade. Gesamtausgabe seiner antipelagianischen Schriften. Herausgegeben im Auftrag des Augustinus-Instituts der deutschen Augustiner von Thomas Gerhard Ring OSA und Adolar Zumkeller OSA.
Dieser erste Teilband enthält eine kurze Einführung, den lateinischen Text, die deutsche Übersetzung und Stellenregister.
Der zweite Teilband, bearbeitet von Mathjis Lamberigts, wird eine umfassende Einleitung und die Erläuterungen enthalten
Wilhelm Geerlings (Hrsg.)
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Zweisprachige Ausgabe, eingeleitet, kommentiert und herausgegeben von Wilhelm Geerlings
Augustinus. Opera - Werke
Paderborn/München/Wien/Zürich: F. Schöningh, 2005, 237 p.
ISBN 3-506-71022-2
Abdruck des von A.A.R. Bastiaensen edierten Textes in Christine Mohrmann, Vita dei santi 3, Verona 1975.
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Einleitung, Text, Übersetzung und Anmerkungen.
Patrologia. Beiträge zum Studium der Kirchenväter 13
Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang, 2004, 299 p.
ISBN 3-631-52884-1
Augustins Sermones ad populum umfassen ca. 17% seiner erhaltenen Werke. Dem entspricht ihre Rolle in der Augustinus-Rezeption bei weitem nicht, so daß das moderne Augustinusbild oft einseitig verzeichnet ist, weil seine Pastoral nicht genügend zur Kenntnis genommen wird. Zu ihrer besseren Erschließung legt der fünfte Band der zweisprachigen Ausgabe sechs Predigten zum Buch der Sprüche und Jesus Sirach vor, wovon vier erstmals ins Deutsche übertragen wurden. Der en face abgedruckte Text gibt die grundlegende Maurineredition unter kritischem Vergleich mit den späteren Editionen und Angabe der Abweichungen wieder. Die Einleitungen und Anmerkungen erläutern das zur Einordnung und zum Verständnis der Texte Erforderliche ... Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Nachweis des biblischen Gedankengutes
Hans Christian Schmidbaur
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Augsburg: Sankt Ulrich Verlag, 2003, 176 p.
ISBN 3-929246-87-2
An der Schwelle von der Antike zum Mittelalter steht ein Mann, der von der spätantiken Geisteswelt ebenso geprägt wurde wie von den Schrecken der Völkerwanderung. Der Lebemann, Karrierist und Sektenanhänger aus Nordafrika bekehrte sich erst mit 32 Jahren zum christlichen Glauben. Seither kämpfte Augustinus in Schriften, Gesprächen und Predigten gegen den Ungeist seiner Zeit. Mit seinen "Bekenntnissen", der bewegenden Geschichte seiner Bekehrung, schuf er die erste große Autobiographie. Erster großer Theologe des christlichen Westens, bahnbrechend in seiner Lehre von der Gnade, von der Dreifaltigkeit, von Geschichte und Staat, ist er bis heute bewundert, umkämpft und nicht selten mißverstanden.
Hans Christian Schmidbaur schildert Zeit, Leben und Werk dieses großen Kirchenlehrers und Kirchenvaters.
Hans Christian Schmidbaur ist Privatdozent für Dogmatik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Diözesanrichter und Priester.
+++ Rezension folgt +++
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Aus dem Englischen von Holger Fliessbach
Berlin, Claassen, 2004, 208 p.
Vom Streiche spielenden Jungen zu einem der größten Kirchenlehrer des Christentums: Pulitzerpreisträger Garry Wills liefert mit seiner bestechenden Biographie einen ungewöhnlichen Blick auf das Leben und Denken des populären Heiligen.
Kurz, kompakt und voller Leidenschaft erzählt:
"Biographische Passionen" bei Claassen
"Diese brillante Biographie, dieses exzellente kleine Buch, präsentiert mit Verve das Leben einer Figur, die uns noch immer bewegt.
New York Times
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Würzburg 2005, 52 p. (DIN A4 in Spiralbindung)
Der Augustinus-Zitatenschatz ist nicht über den Buchhandel erhältlich. Er kann gegen eine Spende direkt beim ZAF in Würzburg anfordert werden.
Der Augustinus-Zitatenschatz enthält eine Fülle von Sentenzen aus der Feder des Kirchenvaters zur Taufe, zur Ehe, zu den Festen des Kirchenjahres, ebenso zu den Normen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, zur christlichen Weltanschauung, zur Politik und vielem mehr.
Die Sammlung steht primär im Dienste der christlichen Spiritualität augustinischer Prägung, was ihren wissenschaftlichen Charakter aber nicht schmälert.
Die Sentenzen sind dem lateinischen Textcorpus des CAG 2 entnommen, ins Deutsche übersetzt und teilweise mit Kommentaren versehen.
Cornelius Mayer
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Basel, Schwabe, 2004
CD-ROM und ausführliches gedrucktes Handbuch
in 4 Sprachen
ISBN 3-7965-2060-X
Vollständige elektronische Ausgabe der Werke Augustins, basierend auf den besten Druckeditionen. Zahlreiche einzigartige Merkmale wie Lemmatisierung des Textbestandes, Zitatauszeichnung, indexbasierte Suchen und dynamische Literatur-Datenbank mit ca. 29.300 Titeln.
Viersprachige Benutzeroberfläche mehr ...
Das CAG ist ... so maßstäblich wie Augustinus in der Geschichte der theologischen Literatur ...
Angelus Häußling (OSB) in einer Rezension zum CAG 1
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Würzburg: Ergon, 2005, 95 p.
ISBN: 978-3-89913-413-1
Der vorliegende, dem Würzburger Bürgermeister Dr. Dr. h.c. Adolf Bauer für dessen Verdienste um die Augustinus-Forschung gewidmete Band enthält die Tagungsbeiträge des 1. Würzburger Augustinus-Studientages, den das Zentrum für Augustinus-Forschung in Würzburg im Jahr 2003 in Kooperation mit dem Institut für Pädagogik an der Universität Würzburg veranstaltete.
Augustinus-Lexikon Vol. 3, Fasc. 1/2
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Basel, Schwabe, 2004, XII + 319 p.
Der erste Doppelfaszikel des 3. AL-Bandes enthält auf 320 Spalten die 55 Lemmata von Figura(e) bis Hieronymus. Den Schwerpunkt bildet das Thema ‹Gnade› bei Augustinus, welches insbesondere im über 50 Spalten umfassenden Artikel Gratia chronologisch und systematisch behandelt wird. Unter den etwa ein Dutzend in AL 3,1/2 thematisierten Werken Augustins ragen z.B. seine 3 Auslegungen des Buches Genesis sowie die Schriften Contra Gaudentium und De haeresibus heraus. Hingewiesen sei aber auch exemplarisch auf die Lemmata Finis, Fortuna, Frui-uti, Gehenna, Gentes, Gloria, Haeresis, haeretici und Hieremias. mehr ...
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Darmstadt, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2004,
VII + 200 p.
ISBN 3-534-15768-0
... Therese Fuhrer erläutert ausführlich die historischen Hintergründe, das kulturelle Leben sowie die Entwicklung der christlichen Kirche in der Spätantike und stellt die Informationen zur Biographie Augustins und zu seinem Umfeld kritisch dar. Die einzelnen Werke oder Werkgruppen werden vorgestellt und sorgfältig interpretiert. Ein Ausblick auf die bedeutende Nachwirkung der augustinischen Lehre und Schriften ergänzt den Band.
Norbert Fischer/Cornelius Mayer (Hrsg.)
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Freiburg/Basel/Wien, Herder, 2004, XVI 684 p.
... Der vorliegende Band interpretiert die 13 Bücher der Confessiones auf hohem Niveau: Jedem einzelnen Buch ist eine wissenschaftliche Abhandlung gewidmet, die Kompositionsstruktur, Inhalt, Forschungsstand und das charakteristische Kernthema untersucht; ein qualifiziertes Literaturverzeichnis gibt weiterführende Impulse. ... Auf diese Weise wird der denkerische Anspruch der Confessiones herausgearbeitet. ... Die Achtung vor Augustins Leistung dokumentiert sich gerade im Ernst der kritischen Haltung.
Autoren: M. Bettetini, W. Erb, E. Feldmann, N. Fischer, F. van Fleteren, T. Fuhrer, D. Hattrup, A. van Hooff, K. Kienzler, J. Kreuzer, C. Mayer, C. Müller, A. Raffelt, K. Ruhstorfer.
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Trier, Paulinus, 2004, 191 p.
ISBN 3-7902-1313-6
Formulieren zu können, was alle fühlen, aber nicht auszudrücken vermögen, ist das Merkmal aller Klassiker. Augustin gehört unbestritten zu diesen Autoren. Seine Confessiones sind der Versuch einer Existenzerhellung vor dem Angesicht Gottes. Die Beiträge des vorliegenden Bandes beleuchten anhand ausgewählter Begriffe (Ruhe und Unruhe des Herzens, Bekenntnis), prägender Begegnungen (Ambrosius) und exemplarischer Themen (Freundschaft, das Problem des Bösen, der zerrissene Wille, die menschlichen Affekte, Gedächtnis und Zeit) Grundzüge augustinischer Theologie, Philosophie und Spiritualität.
Autoren: J. Brachtendorf, E. Dassmann, U. Eigler, W.A. Euler, W. Geerlings, C. Horn, G. Krieger, M. Scheuer, W. Schüßler, F.-B. Stammkötter
Elke Rutzenhöfer (Hrsg.)
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Zweisprachige Ausgabe, eingeleitet, kommentiert und herausgegeben von E. Rutzenhöfer
Augustinus, Opera - Werke 25
Paderborn/München/Wien/Zürich, Schöningh, 2004, 344 p.
Augustinus' Schrift De moribus ecclesiae catholicae et de moribus Manichaeorum ist bisher nur in ihrem ersten Teil, De moribus ecclesiae catholicae, übersetzt worden. Die vorliegende Ausgabe bietet eine kommentierte Übersetzung der gesamten Schrift und kann so die Erforschung der manichäischen Zeit Augustins fördern. ...
Elke Rutzenhöfer
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