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Texte zu Weihnachten

Kerngedanken aus den Predigten des hl. Augustinus

Die Anbetung des Jesuskindes durch den hl. Augustinus (Teilansicht).
  F. Francia (Bologna, Pinacoteca)
Die Anbetung des Jesuskindes durch den hl. Augustinus (Teilansicht).
F. Francia (Bologna, Pinacoteca)
Von Augustinus sind uns etwa ein Dutzend Weihnachtspredigten überliefert. Sie zählen mit zu den Perlen der lateinischen Rhetorik der christlichen Spätantike. Dem Theologen und Seelsorger Augustinus war es ein Herzensanliegen, dass Christen über die Doppelnatur Christi, ihres Herrn und Erlösers, eine orthodoxe Vorstellung hatten. Die Weihnachtspredigten boten dem Bischof die beste Gelegenheit, die Gläubigen darüber zu unterrichten, hat doch das Mysterium der Weihnacht den Glauben an die Menschwerdung des Wortes Gottes zum Inhalt. Deren liturgische Feier hat bei Augustinus diese Glaubenswahrheit zum Thema und nichts anderes. Mustergültig zeigen dies seine Texte zu Weihnachten. Sie sind theologisch einfallsreiche, sprachlich geschliffene und ihrer Dialektik faszinierend gestaltete Variationen zu den von der Liturgie vorgegebenen Themen.

Wir bieten hier eine Reihe von Sätzen und Textabschnitten aus diesen Predigten, und zwar sowohl im Original, im Latein Augustins, wie auch in einer Übersetzung ins Deutsche. Zum besseren Verständnis lassen wir den ausgewählten Sätzen und Texten eine knappe Erklärung bzw. einen kurzen Kommentar vorausgehen.