Rede von Bürgermeister János Küller zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde von Pilisborosjenö/Weindorf an Cornelius Mayer
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| Der Bürgermeister von Pilisborosjenö/Weindorf, János Küller, ernennt Professor Cornelius Mayer zum Ehrenbürger seines Geburtsortes. |
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Herrn Cornelius Mayer bitte ich, sich auf die Bühne zu begeben.Den Gefeierten nennen im Kreise der Verwandten und Freunde «Herrn Kornél Mayer». Alle anderen kennen ihn als Pater Professor Dr. Dr. Cornelius Petrus Mayer. Kornél Mayer wurde 1929, während der schweren Jahre zwischen den beiden Weltkriegen, in Weindorf geboren. Hier war er Knabe und heranwachsender Junge. Im Jahr 1941 gab es eine Volkszählung in Ungarn, die unter anderem auch die nationale Zugehörigkeit und die Muttersprache der Bürger festschrieb. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden im Sinne einer Gesetzesverordnung alle jene nach Deutschland deportiert, die bei der Volkszählung 1941 sich zur deutschen Nationalität oder zur deutschen Muttersprache bekannt hatten. Die Verordnung traf die Mehrzahl der 1800 Personen zählenden damaligen Gemeinde. Die Deportation fand in zwei Transporten am 25. April und am 2. Mai 1946 von Solymár aus statt. Der unmenschlichen Bedingungen und der Schicksale der Deportierten gedenkt unser Dorf jeweils am Jahrestag. Nur wenigen deutschen Familien gelang es, der Deportation zu entgehen. Familien wurden getrennt. Gründe für eine Befreiung waren Beschäftigungen, auf welche der Staat nicht verzichten mochte. Kornél Mayer war damals Gymnasiast; er wurde deportiert. Kornél Mayer legte in Deutschland, in Münnerstadt die Reifeprüfung ab, kurz darauf trat er in Würzburg in den Augustinerorden ein. Er studierte in deutschen Großstädten, später in Frankreich. Er war Professor der Theologie an der Universität Gießen bis zu seiner gesetzlichen Emeritierung 1996. Als Emeritierter kehrte er nach Würzburg zurück, wo er ein Forschungsinstitut gründete, das er bis heute leitet. Die Ergebnisse seiner Forschung veröffentlicht er im periodisch erscheinenden Augustinus-Lexikon, das in den Bibliotheken der Welt einzusehen ist, und über das auch das Internet informiert. Seine über Jahrzehnte sich erstreckende Aktivität hat ihn bekannt gemacht. Er genießt großes Ansehen in der deutschen Öffentlichkeit, ebenso in der kirchlichen Welt. Seinen 80. Geburtstag beging die Stadt Würzburg mit einer glanzvollen Veranstaltung. Auch eine geladene Abordnung seines Geburtsdorfes konnte ihn im Kreis universitärer und kirchlicher Würdenträger begrüßen. In nahezu sämtlichen unser Dorf unterstützenden deutschen Hilfsleistungen stoßen wir auf die weitverbreiteten Beziehungen von Herrn Kornél Mayer. Nie vergaß er seinen Geburtsort. Er besucht die Heimat, seit sich dazu Möglichkeit bot. Zur Zeit bemüht er sich um eine Partnerschaft zwischen der Gemeinde Kleinrinderfeld bei Würzburg und Pilisborosjenö. Hier ergreife ich die Gelegenheit, um unsere deutschen Gäste zu begrüßen: Herrn Adolf Bauer, den Bürgermeister von Würzburg, die Frau Bürgermeisterin von Kleinrinderfeld, Frau Eva Linsenbreder, Frau Christel Scheler, die Assistentin von Herrn Professor, sowie die Herren Johannes Bauer und Guntram Förster als Gäste. Es freut uns, dass sie mit ihrer Gegenwart den Gefeierten, Herrn Professor Dr. Dr. Cornelius Petrus Mayer, unseren Kornél Mayer, anlässlich der Auszeichnung mit der Ehrenbürgerschaft seines Geburtsdorfes Pilisborosjenö ehren. Wir wünschen unseren Gästen, sie mögen sich in dem malerisch schönen Pilisborosjenö wohl fühlen. In unserem Dorf – wir wissen es wohl, dass uns noch vieles fehlt, weil unsere Quellen spärlich fließen und versickern – mühen wir uns um Wachstum, und dies zu verwirklichen, so gut es geht. Meine lieben zur Feier erschienene Mitbürger! Herr Kornél Mayer ist der berühmte, jenseits der Grenzen unseres Landes bekannteste Sohn unserer Gemeinde. Über sein Werk, das Augustinus-Lexikon, hat auch Papst Benedikt XVI. sich in einem Gratulationsschreiben anerkennend geäußert. Wir sind stolz darauf, dass unser Dorf einen Sohn der Welt gab, den selbst der Heilige Vater seiner Sympathie würdigt. Auch sonst verdanken wir bisher viel Herrn Kornél Mayer. Im Blick auf die Zukunft erbitten wir seine weitere Unterstützung. Der Glanz seines professoralen Ansehens möge auch auf sein Geburtsdorf fallen, und unser Wohlergehen sich durch neue Beziehungen mehren. Hiermit ernenne ich Herrn Kornél Mayer zum Ehrenbürger von Pilisborosjenö! Ich überreiche Pater Professor Dr. Dr. Cornelius Mayer die höchste Auszeichnung bescheinigende Ehrenbürgerurkunde der Gemeinde Pilisborosjenö. Zugleich bitte ich ihn, er möge als bleibendes Andenken das Bild seines Geburtsdorfes empfangen. Bestimmt wird es einen ehrenvollen Platz in seiner Umgebung finden. Meines Wissens will der Geehrte nun zu uns sprechen. Danach vernehme er als Geschenk Petöfis Gedicht über die Heimat, darauf das die Heimatliebe verherrlichende Lied, Die Abendglocke, vorgetragen vom Silberberg genannten Singkreis und zum krönenden Abschluss einige vom Singkreis des Deutschclubs von Herzen kommende Lieder, dann aber von beiden Chören zusammen gesungene zwei seiner bevorzugten ungarische Volksweisen. » Dankesrede des neuen Ehrenbürgers Professor Dr. Cornelius Mayer
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