Kampf oder Dialog?Begegnung von Kulturen im Horizont von Augustins De ciuitate dei5-tägiges internationales Symposion im Augustinianum zu Romvom 25. bis zum 29. September 2012 veranstaltet vom Zentrum für Augustinus-Forschung an der Universität Würzburg (ZAF) in Kooperation mit dem Institutum Patristicum Augustinianum, Roma
|
|
Augustinus bei der Abfassung seines Werkes ‹De ciuitate dei› (Miniatur von Niccolò Polano, 1459). Paris, Bibliothèque Sainte Geneviève. |
|
Begegnung von Kulturen, Kulturkampf, Kulturkritik, aber auch kultureller Dialog und Kulturenverschmelzung prägen entscheidend den thematischen Vordergrund wie auch den entstehungsgeschichtlichen Hintergrund von Augustins De ciuitate dei, vor allem in Bezug auf das Verhältnis von paganer und biblisch-christlicher Religion, Weltdeutung und Tradition, aber auch im Blick auf die generelle Kulturengemengelage im Mittelmeerraum inklusive der Völkerwanderung und auf konkurrierende religiöse und kirchliche Kulturen und Subkulturen.Bislang existieren hier und da sporadische Einzelveröffentlichungen zur Thematik, doch ist eine diesbezügliche umfassende Tagung bzw. ein entsprechende Beiträge bündelnder Sammelband nach wie vor ein Forschungsdesiderat. Zudem ist die Thematik um kulturelle Begegnung, Kulturkampf und Kulturendialog gegenwärtig in vielen geisteswissenschaftlichen, aber auch gesellschaftlichen und politischen Diskursen national wie international präsent; die Anwendung einer solchen Fragerichtung auf die Ursprünge des abendländischen Selbstverständnisses scheint daher ebenso sachlich fruchtbar wie wissenschaftsstrategisch sinnvoll. Bei der genaueren Bestimmung der Vortragsthemen und der Auswahl der renommierten Referierenden wurde der Interdisziplinarität des Themas und der Internationalität der Augustinus-Forschung Rechnung getragen; die Vorträge und Diskussionen im Augustinianum werden simultanübersetzt. Insofern dem Römischen Reich mit seinem Zentrum Rom eine Schlüsselrolle innerhalb der Entstehungsgeschichte wie auch innerhalb des thematischen Tableaus von De ciuitate dei zukommt, erscheint der Tagungsort Rom ebenso passend gewählt wie das Veranstaltungsjahr 2012, begann Augustinus doch genau 1600 Jahre zuvor mit der Abfassung des ersten Buches seines ‹opus magnum et arduum›. Das Symposion steht unter der Schirmherrschaft von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, Würzburg, und Generalprior Dr. Robert F. Prevost OSA, Rom, und wird von einem hochkarätigen Kuratorium protegiert. Positive Signale für eine finanzielle Förderung der Veranstaltung erteilten die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Gerda Henkel Stiftung. PD Dr. Christof Müller
|