Eine Chronologie 1987 Am 6. Januar wird Emmanuel Mapunda zum Bischof der neu errichteten Diözese Mbinga im Südwesten von Tansania geweiht. Für den schwierigen Aufbau des Bistums sucht er Partner in Europa. Auf Vermittlung der Münsterschwarzacher Benediktiner, die seit 1898 von der Abtei Peramiho aus das Gebiet missionierten, kommt er in Kontakt mit der Diözese Würzburg. 1988 Am 23. Juli besuchen der Würzburger Bischof Dr. Paul-Werner Scheele und Domkapitular Wilhelm Heinz, Missionsreferent der Diözese Würzburg, zum ersten Mal Mbinga. Ergebnis der Gespräche sind gegenseitige Einladungen und die Erklärung, eine Partnerschaft anzustreben. Am 14. Oktober wird der neue Würzburger Weihbischof Helmut Bauer geweiht. Er bittet anstelle von Geschenken um Spenden für die künftige Partnerdiözese. 56.000 Mark kommen zusammen, die für Laienarbeit in Mbinga verwendet werden. 1989 Im Haushalt der Diözese Würzburg stehen erstmals 500.000 Mark für das neue Partnerbistum. Bischof Emmanuel faßt den Plan, mit Unterstützung der deutschen Partner ein dringend benötigtes Diözesanzentrum zu errichten, da die Gebäude der nach 1914 entstandenen Missionsstation in Mbinga zu klein und unzweckmäßig sind. Beim Katholikentreffen am 16. Juli aus Anlaß von 1300 Jahren Mission und Martyrium der Frankenmissionare Kilian, Kolonat und Totnan bringen die Teilnehmer des Festgottesdienstes symbolisch Gaben für die afrikanischen Partner an den Altar. Im September und Oktober ist Bischof Emmanuel erstmals Gast im Bistum Würzburg. Er nimmt u.a. am Priestertag und an der Vollversammlung des Diözesanrats teil und stellt in zahlreichen Pfarreien die Situation seines Landes und seiner Diözese dar. Am 29. Oktober wird in einem Gottesdienst zum Abschluß der 1300-Jahrfeier von Mission und Martyrium der Frankenapostel die Partnerschaft zwischen Mbinga und Würzburg besiegelt. In der Carl-Diem-Halle unterzeichnen die Bischöfe Emmanuel und Paul-Werner die Partnerschaftsurkunde. "Zur Verherrlichung des dreifaltigen Gottes und zum Heil ihrer Gläubigen" wollen die beiden Diözesen "einander nach Kräften helfen", heißt es in dem Dokument.
1990 Das Bistum Würzburg präsentiert die Partnerschaft mit Mbinga auf dem Berliner Katholikentag. Der Sachausschuß "Mission-Entwicklung-Frieden" des Diözesanrats und das Missionsreferat der Diözese entwickeln die Grundlagen der Partnerschaftsarbeit. Am 27. Oktober veranstaltet die Domschule eine Tagung über "Tansania - Land, das Zukunft braucht". Im Dezember hält Bischof Dr. Paul-Werner Scheele im Bildungshaus in Kigonsera in der Diözese Mbinga auf Einladung von Bischof Emmanuel Exerzitien für Priester. Im Anschluß an den Besuch des Bischofs startet Würzburg ein medizinisches Soforthilfeprogramm für Mbinga. Die Planungen für das Diözesanzentrum in Mbinga beginnen. 1991 Vom 16. Juli bis 8. August bereist eine Delegation aus Würzburg die Partnerdiözese mit Missionsreferent Domkapitular Wilhelm Heinz und Finanzdirektor Dr. Adolf Bauer an der Spitze. Sieben der 19 Pfarreien Mbingas werden besucht, Möglichkeiten medizinischer, landwirtschaft-licher und personeller Hilfe erkundet und Kontakte zwischen Gruppen und Vereinigungen in beiden Diözesen vorbereitet. Im September beginnt der Bau des Diözesanzentrums mit Schulen, Werkstätten, Bischofs- und Schwesternhaus. 1992 Die Christliche Arbeiterjugend (CAJ) der Diözese beschließt, eine Partnerschaft mit Jugendlichen aus Mbinga aufzubauen. Im Mai legen Bischof Emmanuel und der Abt von Peramiho, Lambert Dörr OSB, den Grundstein für das Diözesanzentrum Mbinga. Im Mai, Juni und Juli besucht der Generalvikar von Mbinga, Leonhard Komba, Unterfranken und nimmt an den Jubiläumsfeiern "1250 Jahre Bistum Würzburg" teil. Im Frühjahr startet das Dekanat Schweinfurt-Stadt eine Aktion "Fahrräder für Mbinga". Die Räder sind für Katechisten bestimmt, die Schulen und Pfarrei-Außenstellen bisher oft nur zu Fuß erreichen konnten. Am 20. September nimmt Bischof Emmanuel am Katholikentreffen in Gerolzhofen teil. 1993 Vom 17. Juli bis 7. August bereisen Weihbischof Helmut Bauer, Diözesanratsvorsitzender Dr. Engelbert Muth und Klaus Veeh (Missionsreferat der Diözese) das Partnerbistum. Der Weihbischof spendet 500 jungen Christen das Sakrament der Firmung. Die Partnerschaft zeigt viele konkrete Ergebnisse: In der Pfarrei Mpapa arbeitet eine Maismühle, die ihren Strom aus Wasserkraft gewinnt und mit Unterstützung aus Würzburg errichtet wurde. Weitere Mühlen sind im Bau. Die Katechisten lösen mit mehr als 100 Fahrrädern ihre Transportprobleme. 14 Gesundheitsposten erhalten monatlich ein Arzneimittelpaket, das durch Spenden aus dem Bistum Würzburg teilfinanziert ist. Die CAJ entsendet im August eine Delegation nach Mbinga. Die Jugendlichen helfen mit beim Bau des Pfarrhauses Lundumato. Im Oktober gründet der Diözesanrat der Katholiken einen "Schulfonds Mbinga". Mittellosen jungen Menschen soll damit ermöglicht werden, das Schulgeld für den Besuch weiterführender Schulen aufzubringen. Außerdem soll der Fonds die Ausstattung der Schulen in Mbinga mit Lehrmitteln unterstützen.
Die Diözese Mbinga intensiviert ihre Sozialarbeit: Verbesserte Trinkwasserversorgung, ein Aufforstungsprogramm, mehr Bildungsangebote, verbesserte medizinische Versorgung und Unterstützung für Kleinbauern beim Düngemittelkauf sind konkrete Ergebnisse, die mit Würzburger Hilfe erreicht wurden. Bischof Emmanuel berichtet, daß nach einer Mißernte Nahrungsmittelhilfe geleistet und so Hunger abgewendet werden konnte.Teile des Diözesanzentrums sind im Rohbau fertig. Im Bistum Mbinga arbeiten für 240.000 Katholiken in 19 Pfarreien mit 154 Außenstationen 58 einheimische Priester und sieben Benediktinerpatres. 1994 Der 31-jährige Priester Lukas Komba aus Mbinga kommt im April nach Würzburg, um Deutsch zu lernen und zwei Jahre in Unterfranken zu arbeiten. Er stellt seine Heimat vor und wirbt für die Partnerschaft. Im Würzburger Burkardushaus bieten Domschule und Missionsreferat den ersten Kurs in der Landessprache Tansanias, Kisuaheli, an. Im Mai und Juni besucht eine vierköpfige Gruppe Jugendlicher aus Mbinga mit Pfarrer Lothar Chale die Diözese Würzburg als Gäste der CAJ. Am 29. Mai stirbt 62jährig der Generalvikar von Mbinga, Leonhard Komba. 1995 Das "Tansania-Jahr" bringt in Würzburg zahlreiche Veranstaltungen zu dem afrikanischen Land. Die Stadt Würzburg belebt ihre Partnerschaft mit der tansanischen Stadt Mwanza. Am 3. Mai weiht Bischof Emmanuel Bischofshaus, Schwesternhaus und Werkstätten als erste fertiggestellte Gebäude des Diözesanzentrums Mbinga ein. Eine sechsköpfige Delegation aus Würzburg nimmt an der Feier teil. Am 13. September segnet Domkapitular Wilhelm Heinz auf Wunsch von Bischof Emmanuel den Grundstein für die neue Kathedrale des Bistums Mbinga. Sie soll 6.300 Quadratmeter groß werden und 1.500 bis 2.000 Menschen Platz bieten. 1996 Im Februar kehrt Pfarrer Lukas Komba nach Mbinga zurück. Zur Kiliani-Woche kommt der neue Generalvikar Mbingas, Eligius Kapinga, nach Würzburg. Eine fünfköpfige Delegation des Schulreferats der Diözese Würzburg besucht im Juli Mbinga. Ziel ist, den Schulalltag in Tansania kennenzulernen. Nach der Rückkehr der Gruppe entsteht aus den gesammelten Materialien ein "Afrika-Koffer", der für Schulen im Bistum Würzburg zur Verfügung steht. Eine Musikgruppe aus Mbinga besucht aus Anlaß des Weltmissionssonntags die Diözese Würzburg. 1997
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© privat  |
| Kiliansdom heute. Aufgenommen von der Unterfränkischen Lehrerdelegation 2007 |
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Im Februar geht der Entwicklungshelfer Günther Röth aus Unterafferbach nach Mbinga. Er soll ein Ausbildungsprojekt für Jugendliche in Mkumbi betreuen. Er arbeitet mit einer Schreinerwerkstatt in einem Container, die 1996 in Zusammenarbeit der CAJ und der Aschaffenburger Berufsschule ausgestattet und nach Mbinga verschickt wurde. Von Ende Mai bis Mitte Juni hält sich Bischof Emmanuel Mapunda in Münsterschwarzach auf, wo er einen Diakon zum Priester weiht. Er besucht Pfarreien im Bistum und spendet in Kleinwallstadt die Firmung. Im Juni kommen zwei Theologiestudenten aus Mbinga nach Würzburg, um an der Universität weiter zu studieren. Erstmals besucht vom 8. bis 20. August eine Pilgergruppe aus der Diözese Würzburg Tansania. Am 14. August wird die Kathedrale des Bistums Mbinga von den Bischöfen Paul-Werner Scheele und Emmanuel Mapunda geweiht. Sie ist dem heiligen Kilian geweiht. 1999 Die Diözese Mbinga gedenkt der Gründung der ersten Pfarrei auf ihrem Gebiet vor 100 Jahren. Beide Bistümer feiern das zehnjährige Jubiläum der Partnerschaft. 2000 Weihbischof Helmut Bauer komponiert und singt für Mbinga: Das Heilig-Jahr-Lied 2000 erbringt 23.000 Mark für Schulfonds und Kinderkrankenhäuser im tansanischen Partnerbistum. 2001 Mit neuen Erfahrungen, vielfältigen Eindrücken von einer vollkommen anderen Lebensrealität und unzähligen unvergesslichen Erlebnissen sind die vier Mitglieder einer Partnerschaftsdelegation der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) aus der Partnerdiözese Mbinga/Tansania nach einem einmonatigen Aufenthalt zurückgekehrt. Die Jugendpartnerschaft zwischen der Christlichen Arbeiterjugend in der Diözese Würzburg und der kirchlichen Jugendorganisation „UVIKAMBI“ im tansanischen Bistum Mbinga besteht seit 1994. Seitdem gab es insgesamt zehn Austauschbesuche in den beiden Diözesen. Unter anderem rief die CAJ in Kooperation mit der gewerblichen Berufsschule Aschaffenburg die Schreinereischule in Mkumbi ins Leben, die auch in diesem Jahr wieder zwölf Jugendlichen die Chance auf eine Schreinerausbildung bietet. 2002 Mehrere Baumaßnahmen stehen in Würzburgs Partnerdiözese Mbinga in Tansania an. So soll ein diözesanes Katechetenzentrum entstehen sowie ein Kindergarten und eine Ambulanz beim Bischofshaus gebaut werden.
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| © privat |
| Aufgenommen von der Unterfränkischen Lehrerdelegation 2007. |
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2003 Am 21. Juni weiht Bischof Dr. Paul-Werner Scheele in der Seminarkirche Sankt Michael in Würzburg Dr. Martin Faatz und Raphael Ndunguru aus der Partnerdiözese Mbinga zu Diakonen. Ndunguru empfängt am 26. Dezember 2003 in Mbinga das Sakrament der Priesterweihe. 2004 Bei seinem Besuch im Februar in Würzburg würdigt Bischof Dr. Emmanuel Mapunda vom Partnerbistum Mbinga die 15-jährige Zusammenarbeit. „Der Kontakt zwischen den Menschen unserer Bistümer: Das ist Leben, das ist Beziehung“, sagt er. Am 20. August bricht Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele bricht nach Mbinga in Tansania auf. Bis 18. September besucht er das Partnerbistum und gibt Exerzitien für die Priester von Mbinga und Songea sowie für zwei Klöster im Süden Tansanias. 2005 Seit dem 1. Mai gibt es im Bischofshaus der tansanischen Partnerdiözese Mbinga auf Vermittlung von KAB-Diözesanpräses Nikolaus Hegler Solarstorm. Vier Computer und ein Faxgerät können betrieben werden. Junge Christen aus der Partnerdiözese Mbinga kommen während des Weltjugentages nach Würzburg und Köln. Der „Würzburger Partnerkaffee“ kommt jetzt direkt aus dem Partnerbistum Mbinga in der Region Ruvuma in Tansania. Der fair gehandelte Kaffee aus Mbinga hat mindestens die gleiche Qualität wie der bisherige Partnerkaffee vom Kilimanjaro. Am 10. Dezember wird Emmanuel Mapunda, Bischof des Würzburger Partnerbistums Mbinga in Tansania, 70 Jahre alt. Seit der Errichtung der Diözese Mbinga im Dezember 1986 leitet er das Bistum, das derzeit rund 350.000 Katholiken zählt und wie Würzburg einen Kiliansdom hat. 2006 Als Gast aus dem Partnerbistum Mbinga in Tansania nimmt Bischofssekretär Kevin Haule (45) im Juni an der Würzburger Familienwallfahrt nach Lourdes teil. Das Zusammensein der Familien auf der Reise habe ihn sehr an die afrikanische Familientradition erinnert, wo Kinder, Eltern und Großeltern eine Gemeinschaft bildeten. Da in Afrika die Marienverehrung sehr beliebt sei und viele Menschen täglich den Rosenkranz beteten, fühle sich ein Afrikaner in Lourdes wie zuhause.
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| © Bernhard Schweßinger |
| Bischof Dr. Friedhelm Hofmann bei seinem ersten Besuch bei Bischof Dr. Emmanuel Mapunda im Partnerbistum Mbinga |
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2007 Eine unterfränkische Lehrerdelegation besucht Mbinga: Die acht Personen starke Gruppe aus Unterfranken unter Leitung von Thomas Henn sammelte in den Pfingstferien vielfältige Eindrücke vom Leben und der Kultur der Menschen in der Partnerdiözese, den schulischen Einrichtungen und den kirchlichen Initiativen in der Würzburger Partnerdiözese im Südwesten Tansanias. Bei vielen Gesprächsrunden, Informationsgängen und Begegnungen sei ein reger Austausch über die Bemühungen und Erfahrungen der Partner gepflegt worden. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat im Sommer 2007 erstmals die Partnerdiözese besucht. Begleitet wurde er von Klaus Veeh, Referent in der Diözesanstelle Mission-Entwicklung-Frieden, Bischöflichem Sekretär Kaplan Simon Mayer, Bistumssprecher Bernhard Schweßinger und dem Kamerateam der Fernsehredak-tion der Diözese Würzburg mit Bernadette Schrama und Frank Schipper. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann spendete die Priesterweihe im Dom Sankt Kilian zu Mbinga und weihte das neue Gotteshaus in Liparamba. Er besichtigte Projekte des Partnerbistums und traf Würzburger Missionsleuten in Tansania und Kenia. 2008Zur Osterzeit ist Bischof Dr. Emmanuel Mapunda zum Gegenbesuch in der Diözese Würzburg.
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| © Bernhard Schweßinger (POW) |
| Bischof Dr. Friedhelm Hofmann (links) und Bischof Dr. Emmanuel Mapunda aus Mbinga bei der Eröffnung des Wallfahrtsjahrs 2008 in Vierzehnheiligen. |
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Zusammen mit dem Verein Würzburger Partnerkaffee feierte Bischof Emmanuel zehn Jahre Partnerschaft. Mehr als zehn Tonnen Würzburger Partnerkaffee sind in den vergangenen zehn Jahren allein im Weltladen verkauft worden. „Vom Partnerkaffee profitieren beide Seiten: Sie in Deutsch-land bekommen einen hervorragenden Kaffee, und unsere Landwirte sind dank des fairen Abnahmepreises, der immer über dem Marktpreis liegt, nicht mehr den massiven Schwankungen auf dem Weltmarkt unterworfen“, betonte der tansanische Bischof. Viele Kaffeebauern hätten aufgeben wollen, ehe mit dem Partnerkaffee neue Hoffnung in ihr Leben kam.Gemeinsam mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann eröffnete Bischof Emmanuel am Sonntag den 13. April das Wallfahrtsjahr 2008 in Vierzehnheiligen mit einem Pontifikalamt.
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