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Eine Verknüpfung beider Projekte liegt auf der Hand, da sie ähnlich funktionieren und die gleichen Ziele haben, nämlich auf überkonfessioneller Basis einen Beitrag zu einer weltweiten Solidarität zu leisten. Ob diese nun durch den Versand von Gebeten oder von Wichtelpüppchen geschieht, ist nicht von Bedeutung, sondern vielmehr die Idee, die dahinter steht: Durch mein aktives Tun kann ich mit andern Menschen eine ganz besondere Verbindung knüpfen, so die Sozialpädagogin Renate Lahrsow, die als Mitarbeiterin in der Schulseelsorge am EGM Wichteln und beten leitete. Mit vielen kreativen Ideen und Freude gestalteten die Schüler die Wichtelpüppchen und ließen so mit ihren Händen kleine Kunstwerke entstehen. Hände waren bei diesem Projekt besonders wichtig: Nicht nur die Hände, die die Püppchen individuell fertigten, sondern auch die Kinderhände, die später damit spielen waren stets im Blick. So legten die Schüler auch ihre eigenen Hände, die sie aus Fotokarton als Gebets- und Grußkarten gestalteten, mit bei. Auf diese Weise werden die Empfänger doppelt beschenkt: Nicht nur mit einer schönen Handpuppe, sondern auch mit einem ganz individuellen Gruß, einem Wunsch oder einem Gebet. Die Wichtelpuppen werden nach Südafrika geschickt und zwar in eine Schule im Mathare- Valley, den Slums von Nairobi, wo die Missionsbenediktiner von Münster-schwarzach eine Schule für die Ärmsten der Armen leiten. Kinder der einen Welt war das Thema im Religionsunterricht, in dessen Rahmen das Projekt stattfand. Einmal über den Tellerrand schauen und selber etwas tun, das waren die Zielsetzungen. Bevor die Handpuppen auf weite Reise nach Südafrika gehen, hatten sie noch einen großen Auftritt. Sie waren die Hauptdarsteller in einem Puppenspiel: Alles Banane oder was?, das die Ziele des fairen Handels als einen Beitrag zu einer gerechteren Welt am Beispiel der Banane aufzeigte. Dieses selbst geschriebene Puppenspiel war ein ganz wichtiger Impuls im Stufengottesdienst, der das Thema : Kinder der einen Welt aufgriff und vertiefte. Eine sehr interessante Führung durch den Fair Handel Münsterschwarzach rundete das Thema ab. Die Religionspädagogen Sabine Eujen und Markus Binzenhöfer, sowie die Sozialpädagogin Renate Lahrsow waren mit den begeisterten Schülern einer Meinung: So kann lebendiger Unterricht aussehen! Diese Aktion wird allen beteiligten noch lange in guter Erinnerung bleiben. |