ZENTRUM FÜR AUGUSTINUS-FORSCHUNG

AN DER JULIUS-MAXIMILIANS-UNIVERSITÄT WÜRZBURG

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Fecisti nos ad te, domine, et inquietum est cor nostrum donec requiescat in te.

Confessiones 1,1

Geschaffen hast du uns auf dich hin, o Herr, und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir.

Bekenntnisse 1,1

Startseite Begrüßung

  • Ugolino di Gisberto: Der hl. Augustinus vor der Madonna mit dem Jesuskind, daneben der sel. Angelo da Foligno (Ende 15. Jh.). Montefalco (Umbrien), Chiesa di Sant’ AgostinoUgolino di Gisberto: Der hl. Augustinus vor der Madonna mit dem Jesuskind, rechts daneben der sel. Angelo da Foligno (Ende 15. Jh.). Montefalco (Umbrien), Chiesa di Sant’ Agostino. – Bildquelle: wikimedia commons

Ein herzliches Willkommen auf der Homepage des Zentrums für Augustinus-Forschung an der Universität Würzburg (ZAF)!

Schön und bewundernswert, dass Sie sich in den aufgaben- und termingespickten Tagen um Weihnachten und Neujahr Zeit für einen Besuch in unserem Internet-Portal genommen haben!

Vielleicht sind Sie per Zufall zu uns gelangt, vielleicht suchen Sie hier bestimmte Informationen zu Augustinus, seinem Leben und seiner Lehre. Eventuell aber haben Sie auch Interesse daran, was der Philosoph, Theologe und ‹Kirchenvater› Augustinus (354-430) zum Thema ‹Weihnachten› assoziiert, gelehrt und vor allem gepredigt hat. Eine kleine, aber repräsentative Sammlung einiger seiner Gedanken zu ‹Advent und Weihnachten› finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik ‹Augustinus von Hippo› / ‹Ausgewählte Texte Augustins›..

Schon bei flüchtiger Lektüre werden Sie feststellen, wie häufig Augustinus Weihnachten – das Fest der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus – mit dem Gegensatzpaar ‹Zeit/Ewigkeit› beschreibt: Der ewige Gott, Schöpfer und Herr aller Zeiten, macht sich in einem Menschenkind zu einem Teil der Zeitlichkeit, und umgekehrt lässt der Mensch Jesus Christus gerade in seiner radikal gelebten ‹Menschlichkeit› inmitten der Nöte der Zeit einen Aufschein von ewigem Heil erfahren.

Augustinus war ein existenzieller Philosoph und Theologe; ihn reizte weniger die abstrakte Spekulation als vielmehr das Denken in lebendigen Zusammenhängen. Entsprechend enthalten auch und gerade seine Zeit/Ewigkeits-Reflexionen eine ganzheitliche, das konkrete Menschsein betreffende Bedeutung. Für ihn steht der von den Sorgen oder auch Lüsten der Welt getriebene, in die Zeit hinein verstrickte Mensch in Gefahr, sich selbst, seine innere Mitte, seine innere Wahrheit zu verlieren; die menschliche Zeitlichkeit ist, wie Augustinus in seinen ConfessionesBekenntnissen formuliert, ‹distentio animi›: eine entfremdende ‹Zerdehnung der Seele›.

Angesichts dieser, wohl nicht zuletzt für die Weihnachtszeit gültigen Diagnose lädt der ‹Seel-Sorger› Augustinus die Menschen seiner Zeit wie auch die Menschen unserer Gegenwart dazu ein, sich aus der ‹Zerstreuung› und ‹Zerdehnung› zu sammeln, ruhig zu werden, zum Frieden mit sich und ihrer Welt zu finden, mitten im Zeitlichen eine Spur von Glück, Sinn, Ewigkeit – womöglich Göttlichkeit – zu erfahren. Selbst wer nicht an die christliche Weihnachtsbotschaft von der Menschwerdung Gottes glaubt, darf sich durch Augustins Gedanken ermutigt fühlen, inmitten seiner eigenen Zeitlichkeit die Augen, die Ohren und vor allem das Herz für den Anruf von Immergültigem, Zeitüberdauerndem, ja Ewigem offen zu halten.

Wo ein solcher Anruf zu erspüren ist? Laut Augustinus letztlich dort, wo ‹caritas – wahre Liebe› zu Wort kommt und wo ‹Menschlichkeit› das Sagen hat – und das vornehmlich nicht in den großen Reden und den großen Gesten der Mächtigen, sondern, wortwörtlich, ‹im Kleinen›: für Augustinus in einem Stall, in einem Baby, vor 2000 Jahren.

Das ZAF wünscht Ihnen und Ihren Lieben eine frohe, womöglich sogar ‹segensreiche› Weihnachtszeit!

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